Hochwasser in Kroatien: Urlaub ist nicht in Gefahr

Hochwasser in Kroatien: Urlaub ist nicht in Gefahr

Der Balkan kämpft mit den schwersten Überschwemmungen seit über 100 Jahren. In Bosnien wurden Minen freigelegt, der Ausbruch von Seuchen wird befürchtet. Hier lesen Sie, welche Regionen betroffen sind.

Die Bewohner von Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien kämpfen gegen die Wassermassen der Flüsse Sava, Bosna und Donau; es sind die schwersten Überschwemmungen seit über 100 Jahen. Weit über eine Million Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, viele haben Haus und Hof verloren. In Bosnien wurden Landminen aus dem Krieg der 90er-Jahre freigespült; durch steigende Temperaturen, tote Tiere und verdrecktes Wasser befürchten die Behörden den Ausbruch von Krankheiten wie Typhus oder Hepatitis. Doch wie steht es um jene Österreicher, die bereits einen Urlaub im sonnigen Kroatien gebucht haben?

Beim Urlaubsportal kroati.de heißt es, man habe in den vergangenen Tagen viele Anfragen per Email und per Telefon von besorgten Kroatien-Urlaubern erhalten - man könne aber eindeutig verneinen, dass das Hochwasser die Urlaubsorte betreffe. Das überflutete Gebiet in Kroatien liegt entlang des Flusses Sava im Landesinneren (Slawonien) und betrifft nicht die Urlaubsorte der Küstenregion. "Auch bei der Anreise nach Kroatien müssen Sie sich keine Sorgen machen, durch das Hochwasser sind keine Staatsstraßen und Autobahnen betroffen", heißt es auf dem Portal.

Für jene Urlauber, die auch das Landesinnere bereisen möchten, bietet die deutschspachige Website des kroatischen Automobilclubs HAK aktuelle Informationen.

Kroatien ist laut Statistik Austria nach Italien das zweitbeliebteste Auslandsreiseziel der Österreicher: 16,8 Prozent der Reisen außerhalb Österreichs gingen 2012 in das Land mit der felsigen Küste.

Auch Hauptstadt ist sicher

In einem Forum auf dem Reisenetzwerk Tripadvisor werden außerdem Städteurlauber beruhigt: Die Hauptstadt Zagreb ist ebenfalls nicht überflutet.

Allerdings sind in Kroatien tief im Landesinneren Teile der Region Slawonien von den Überschwemmungen betroffen. Evakuierungen der Bevölkerung betrafen vor allem die Bewohner der Gespanschaft Vukovarsko-Srijemske Zupanije und Einwohner des Gebietes um Gunja. Ebenfalls betroffen waren Orte und Städte entlang der Sava, an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina, heißt es auf kroati.de.

Deutlich schlimmer ist die Lage im Nachbarland: Rund ein Drittel von Bosnien-Herzegowina ist durch die Überschwemmung betroffen. Am schlimmsten hat es in Serbien die 75.000 Einwohner große Stadt Obrenovac, die circa 30 Kilometer südwestlich der serbischen Hauptstadt Belgrad liegt, erwischt. Die Flut forderte hier zahlreiche Todesopfer. Die Stadt war teilweise über zwei Meter hoch überflutet.

Spendenmöglichkeiten:
Caritas Österreich, "Hochwasserhilfe Südosteuropa"
PSK, IBAN: AT92.6000.0000.0770.0004, BIC: OPSKATWW

Österreichisches Rotes Kreuz, "Flut in Südosteuropa"
Erste Bank, IBAN: AT57.2011.1400.1440.0144, BIC: GIBAATWWXXX

Diakonie Katastrophenhilfe, "Fluthilfe"
Erste Bank, IBAN: AT85.2011.1287.1196.6333, BIC: GIBAATWWXXX

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