Highlife in Chicago

UNTERWEGS IM OMAN

Ein Fort an der Küste der Halbinsel Musandam

UNTERWEGS IM OMAN

Ein Denkmal in Maskat, das dem Weihrauch gewidmet ist

Chicago ist auch berühmt für seine Skyline, beliebt wegen seiner Strände. Sechs Gründe, in die "Windy City“ zu reisen.

Neulich in Chicago. Wer hier jetzt noch den Familiensitz der Obamas im Stadtteil Hyde Park (5046 South Greenwood Avenue) besichtigen will, der kommt einige Jahre zu spät. Polizisten und Leute des Secret Service haben die Gegend weiträumig abgeriegelt und nur wer einen Passierschein hat, der ihn als Nachbarn oder angemeldeten Besucher ausweist, kann die Sperre passieren. So bleibt mir nichts anderes übrig, als mich hier auf andere Spuren der Obamas zu begeben. Seit die New York Times vor einiger Zeit einen Artikel über das Chicago Barack Obamas veröffentlicht hat, kennen wir die Plätze, an denen er sich damals, als er an der nahen University of Chicago unterrichtet hat, aufgehalten hat: sein Lieblingscafé (Valois Cafeteria an der East 53rd Street), seine Lieblingsbuchhandlung (57th Street Books), die Lieblings-pizzeria seiner Kinder (Pizzeria Medici an der 57th Street). Wenn man mit Angestellten dieser Lokale spricht, dann sieht man an ihren Gesichtern und hört an ihren Stimmen, dass sie ihre Anekdoten über die Obamas schon hunderte Male erzählt haben.

Chicago ist uns jetzt wieder ein Stückchen näher gerückt. Ab dem 17. Mai versucht es Austrian Airlines wieder einmal mit einem Nonstop-Flug. Die Stadt der Superlative, sagt man. "You’ll lose the blues in Chicago“, sang Frank Sinatra. Windy City haben es die New Yorker genannt, vielleicht, weil die Stadt im Winter von eisigen Winden aus dem kalten kanadischen Norden heimgesucht wird, angeblich aber auch, weil die Stadt einen etwas halbseidenen Ruf hatte.

Ein Spaziergang, der uns zu einigen der berühmtesten Bauwerke des 20. Jahrhunderts führt.

Wie jeden Tag hat sich auch heute eine kleine Gruppe in der Buchhandlung der Chicago Architecture Foundation (architecture.org) an der South Michigan Avenue versammelt. Heute steht wieder einmal die Tour "Modern Skyscrapers“ auf dem Programm.

Wenn Sie auch nur ein wenig Interesse an Architektur und Stadtplanung haben, dann empfehle ich Ihnen, an dieser Tour teilzunehmen. Chicago ist nicht nur die Geburtsstadt des Wolkenkratzers, die Stadt mit der beeindruckendsten Skyline, sondern auch Heimat vieler Ikonen der Architekturgeschichte. Vor allem der Deutsche Ludwig Mies van der Rohe hat den Look der Stadt geprägt. 1937 war er nach Chicago gekommen, zuvor hatte er in Europa das legendäre Bauhaus geleitet. Er hatte versucht, sich mit den Nazis zu arrangieren, die zogen jedoch ihren neoklassizistischen Kitsch der funktionalen Moderne vor.

Chicago, die aufgeschlossene Wirtschaftsmetropole ermöglichte es ihm, sich auszutoben. Hier schuf er einige jener Bauten, die den sogenannten International Style definierten und die Jahrzehnte die urbane Architektur nicht nur Amerikas prägten: die Lake Shore Drive Apartments, das Federal Center, das IBM Building.

Eine Busfahrt zu Orten des Verbrechens

Plötzlich macht es "Rattatatat-Rattatatat“ und unser Fahrer duckt sich unters Lenkrad und der Mann neben ihm, der einen schwarzen Anzug, ein schwarzes Hemd, einen schwarzen Hut und ein schiefes Grinsen trägt und Amerikanisch mit italienischem Akzent spricht, schreit: "Alles runter!“ Keine Sorge, wir sind nicht zwischen zwei rivalisierende Gangs geraten, wir befinden uns auf der "Untouchable Tour“ (gangstertour.com), bei der uns ein schwarzer Kleinbus zu den Wirkungsstätten Al Capones und Co bringt, das Geratter kommt vom Tonband. "Wer weiß, was ein Chicago Typewriter ist?“, fragt der Mann in Schwarz. Einige Mitreisende wissen es: ein knatterndes Maschinengewehr. So ist die Tour nicht nur unterhaltsam, sondern auch ein wenig lehrreich.

Ein staunender Rundgang durch eines der besten Kunstmuseen der Welt

Das Art Institute Chicago (artic.edu) ist nicht nur in einem bezaubernden neuen Bau von Renzo Piano untergebracht, es begeistert auch mit einer hervorragenden Sammlung französischer Impressionisten und mit Werken der amerikanischen Moderne.

Ein Besuch bei den Bobos von Chicago

Auch Chicago hat sein Brooklyn: Es heißt Bushwick und ist der ideale Ort, um sich am Abend von Boutique zu Restaurant zu Bar zu Club treiben zu lassen.

Ein Dinner bei jenem Küchenchef, der als bester Amerikas gilt

Wer seinen Tisch nicht schon lange vor dem Abflug bereits gebucht hat, der kann das Ganze ohnehin vergessen. Ein Besuch bei Grant Achatz und seinem Restaurant Alinea (das immer wieder zu den besten der Welt gewählt wird - aktuell: Platz sieben) muss lange im Voraus geplant sein. Achatz ist so etwas wie der Ferran Adrià Amerikas. Was er macht, ist stark von der Molekularküche beeinflusst ( alinea-restaurant.com ).

Und schließlich: Ein Nachmittag am Strand eines Sees, der aussieht wie ein Meer

Chicago liegt am Lake Michigan, der natürlich streng genommen ein See ist, aber wenn man an einem seiner zahlreichen Strände steht, den Kids beim Volleyballspielen zusieht, sich an einem der Standln einen Hot Dog kauft und vielleicht selbst ein wenig ins Wasser steigt, dann meint man, man befinde sich am Ufer eines ruhigen Meeres. Und wenn es Abend wird, werfen die Wolkenkratzer, die sich hinter einem auftürmen, lange Schatten.

Gut zu wissen

Ab 17. Mai fliegt Austrian Airlines ( austrian.com ) von Wien nach Chicago. Geflogen wird fünfmal pro Woche. Tickets gibt es zur Zeit ab 613 Euro.

Das Public ( publichotels.com ) ist das jüngste Projekt der Hotelier-Legende Ian Schrager. Schick, hip, kostengünstig, mit Zimmern, die gerade mal soviel Luxus bieten, wie man unbedingt braucht - dafür sind Restaurant und Bar absolute Hot Spots.

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