Blind Booking – mit "Blindem Buchen" zum Geschäftserfolg

Blind Booking – mit "Blindem Buchen" zum Geschäftserfolg

Wie jede andere Wirtschaftsbranche, ist auch die Sparte Reise & Tourismus mit Innovationen stets darum bemüht neue Trends am Markt zu platzieren, um damit natürlich auch höhere Umsätze erzielen zu können. Ein Beispiel dafür ist das Blind Booking Konzept, das in den Vereinigten Staaten von Amerika vom Reiseanbieter Expedia im Jahr 2001 zum ersten Mal für Hotel- und Flugbuchungen angeboten wurde.

Blind Booking ist eine relativ neue Innovation am Reisemarkt. 2001 wurde es erstmals angeboten. Wesentlich verantwortlich für den heute weltweiten Erfolg des Blind Bookings ist neben den günstigen Preisen das Internet, dessen Verfügbarkeit und Möglichkeiten zur Nutzung in den letzten Jahren immens gestiegen sind. Laut einer von der "BITKOM" veröffentlichten Statistik haben im Jahr 2012 rund 22 Millionen Deutsche Reisedienstleistungen verschiedenster Art im Internet gebucht. Mit ständig steigenden Buchungszahlen hat sich damit die Internet-Buchungsart Blind Booking mittlerweile auch am europäischen Reisemarkt etabliert. In Deutschland sind z. B. die Fluggesellschaft germanwings für Flüge bzw. die Onlineplattform Surprice Hotels für Buchungen im Hotelbereich die bekanntesten Vertreter im Reisesegment Blind Booking.

Natürlich gibt es für den Boom von Buchungen im Internet verschiedene Gründe. Abgesehen von den allgemeinen Reisefaktoren, wie hin zum Erlebnis, zum Individualismus, zu spontanen bzw. zu kürzeren, aber dafür zu mehreren Reisen im Jahr, ist der Trend zum Blind Booking eindeutig durch finanzielle Aspekte zu begründen. Und dies sowohl für den Anbieter als auch für den Kunden. Als Anbieter fungieren entweder Hotels, oder Fluggesellschaften, die ihre Offerte über diverse Reiseportale im Internet anbieten. Für Hotelbetreiber ist das Blind Booking das ideale System um speziell außerhalb der Hochsaison ihre leer stehenden Betten zu verkaufen. Dabei nehmen die Hoteliers bewusst in Kauf, dass sie mit Blind Booking zwar nicht den großen Gewinn einfahren, aber in der Nebensaison zumindest kostendeckend arbeiten. Zusätzlich können die Hotelbetreiber als positive Nebenerscheinung des Blind Bookings auch die Zahlen in ihrer Buchungsstatistik erhöhen. Besonders reizvoll ist dabei aber der Spareffekt für den Kunden, da Luxusunterkünfte in Hotels der gehobenen Kategorie sogar bis 60 Prozent billiger gebucht werden können. Das Blind Booking Prinzip von Fluggesellschaften verfolgt denselben wirtschaftlichen Zweck. Im Wesentlichen geht es bei den Flugangeboten darum, freie Sitzplatzkapazitäten durch weit unter dem Normalpreis liegende Blind Booking Tickets auszulasten.

Im wirtschaftlichen Kontext gesehen wirken sich die durch das Blind Booking Konzept erzielten höheren Auslastungszahlen auch positiv auf den ständigen Konkurrenzkampf im Hotelgewerbe und unter den Fluggesellschaften aus. Da beim Blind Booking der Name und die Adresse des Hotels erst nach der Buchung bekannt werden, brauchen auch Spitzenhotels trotz niedriger Blind Booking Preise nicht um ihren Ruf als renommiertes Hotel bangen. Damit die Kunden aufgrund der günstigen Preise nicht an der Qualität und am Service des Hotels zweifeln, sind Blind Booking Angebote immer mit zusätzlichen Angaben zum Hotel (z. B. Sterne, Kategorie, normale Preise, Lage des Hotels etc.) versehen.

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