Amsterdam, reloaded

UNTERWEGS IM OMAN

Ein Fort an der Küste der Halbinsel Musandam

UNTERWEGS IM OMAN

Ein Denkmal in Maskat, das dem Weihrauch gewidmet ist

Neulich in Amsterdam. Das Rijksmuseum zählt die Tage und die Nächte. Noch 35 Nächte, noch 34 Nächte, noch 33 Nächte. Am 13. April ist es dann so weit: Das Rijksmuseum wird wiedereröffnet. Zehn Jahre ist es geschlossen gewesen.

Zur gleichen Zeit, einige hundert Meter entfernt, an der anderen Seite des Museumsplatzes: Eine riesige "Badewanne“ glänzt in der Frühlingssonne, und dort, wo sich bei Badewannen eigentlich der Abfluss befindet, ist der Kopf einer langen, langen Menschenschlange, die sich einmal um den Vorplatz windet und dann entlang des Wannenbodens fortpflanzt.

"Bist du schon in der Badewanne gewesen?“, fragen Amsterdamer Freunde. "Sie müssen unbedingt unsere neue Badewanne besuchen“, sagen auch die netten jungen Damen, die in der Lobby meines Hotels die Gäste betreuen. Natürlich ist die Badewanne keine Badewanne. Die Amsterdamer nennen sie bloß so. Die Badewanne ist in Wirklichkeit der eben eröffnete Erweiterungsbau des berühmten Stedelijk Museum. Dass der Andrang dort so groß ist, hat nicht nur mit der Qualität des Museums selbst zu tun. Es hat auch damit zu tun, dass nicht nur das Rijksmuseum - die Heimat von Rembrandt, Vermeer, Goya und vielen anderen -, sondern auch das zweite große Kunstmuseum der Stadt, das Van Gogh Museum, wegen Umbau geschlossen ist. Das ist etwa so, als wären in Wien Kunsthistorisches Museum und Albertina gleichzeitig gesperrt.

2013 ist nun das Jahr der Eröffnungen, Wiedereröffnungen und Jubiläen. Amsterdams großes Jahr. Die Ringkanäle, die das Stadtzentrum umschließen, sind 400 Jahre alt, was mit Konzerten und Feuerwerken auf und an den Wasserwegen gefeiert wird; das Concertgebouw und das Concertgebouw Orchester feiern den 125. Geburtstag; das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum, das 40 Jahre alt wird, werden wiedereröffnet, der Erweiterungsbau des Stedelijk Museum ist ein Jahr alt. So ist 2013 auch ein gutes Jahr für den Besucher. Hier nun meine Empfehlungen für den Kunstfreund:

1. Hier kann man das Goldene Zeitalter der niederländischen Malerei bewundern: das Rijksmuseum

Der große Tag also ist der 13. April. Dann kann man eines der berühmtesten kunsthistorischen Museen der Welt (rijksmuseum.nl) wieder besuchen. Mit neuen Galerien, neuer Hängung, einem neuen Asien-Pavillon, der legendären Cuypers-Bibliothek mit ihren mehr als fünf Kilometer langen Buchregalen, dem Groot Café. Das berühmteste Gemälde des Hauses, Rembrandts "Nachwache“, hängt wieder an seinem zentralen Ort mitten im Museum.

2. Ein Museum für ein verrücktes Genie: das Van Gogh Museum

Am 1. Mai wird das Van Gogh Museum (vangoghmuseum.nl) rechtzeitig zum 160. Geburtstag des großen Künstlers mit der Ausstellung "Van Gogh at Work“ wiedereröffnet. Es befindet sich, ebenso wie das Rijksmuseum und das Stedelijk Museum, am Museumsplein.

3. Eine "Badewanne“ für die Kunst: das Stedelijk Museum

Das Stedelijk Museum ( stedelijk.nl ) ist ja nicht irgendein Museum zeitgenössischer Kunst. Es ist - ganz zu Recht - eines der bedeutendsten weltweit. Große Museumschefs wie der legendäre Rudi Fuchs haben es geprägt. Mehr als 100.000 Kunstwerke umfasst die Sammlung, darunter Arbeiten von Kasimir Malewitsch, Jackson Pollock, Robert Rauschenberg und Henri Matisse. Der neue Bau wurde von dem niederländischen Architekten Mels Crouwel entworfen, dessen Vater ein angesehener Typograf war und der Hausdesigner des Museums - obwohl ich verstehen kann, dass der Neubau auf den ersten Blick nicht viele Fans hat. Wie vertragen sich nun dieser eigenwillige Neubau und das alte Gebäude, ein Backsteinbau aus dem Jahr 1895? Gut. Was von außen ziemlich brutal aussieht, verläuft im Inneren ganz harmonisch.

4. Poetry in Motion: The Eye

Das Filmmuseum Eye ( eyefilm.nl ) ist, ein Wortspiel sei hier ausnahmsweise mal erlaubt, tatsächlich ein Eyecatcher. Es wurde von dem Wiener Architekturbüro Delugan Meissl errichtet, das bereits mit dem Porsche Museum bei Stuttgart gezeigt hat, dass es spektakuläre Formen meisterlich beherrscht. Das Eye befindet sich nicht im Zentrum Amsterdams, sondern auf der anderen Seite der IJ (Achtung! Wieder eine Spielerei, diesmal mit Lauten), dem Gewässer zwischen Altstadt und Nord-Amsterdam, und beherbergt nicht nur Kinos und Archive, sondern auch ein großes Restaurant, einen Buchladen und Ausstellungsräume. Die Amsterdamer lieben dieses Gebäude. Das schöne, arenaartig angelegt Restaurant ist zu jeder Tageszeit rappelvoll, im Sommer erwartet den Besucher eine schöne Terrasse mit Blick auf die Stadt.

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