Zu viel bezahlt: EU-Bürger können in Spanien gezahlte Erbschaftssteuer zurückfordern

 Zu viel bezahlt: EU-Bürger können in Spanien gezahlte Erbschaftssteuer zurückfordern

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Tausende EU-Bürger, die in Spanien viel mehr Erbschaftssteuer gezahlt haben als Einheimische, kriegen das zuviel bezahlte Geld zurück. Wie das geht und an wen man sich wenden kann.

Ein Zusammenschluss mehrerer Anwaltsbüros haben einen Präzedenzfall vor spanischen und europäischen Gerichten gegen den spanischen Staat gewonnen. EU-Bürger, die ein Erbe in Spanien angetreten haben, dort aber nicht ansässig sind, mussten bisher weitaus mehr Erbschaftssteuer entrichten als Erben, die in Spanien leben.

Ausländer zahlen nun genauso viel Steuern wie Inländer

Eine höhere Steuerbelastung von bis zu 34 Prozent wurde vom Europäischen Gerichtshofs jedoch als diskriminierend eingestuft und verstößt somit gegen EU-Vorschriften. Dieses Gesetz wurde von der spanischen Regierung inzwischen korrigiert: Ausländische Erben zahlen nun den selben Steuersatz wie in Spanien wohnhafte Erben.

Über 400 Familien in Europa bereits geholfen

Betroffenen haben nun das Recht auf Rückerstattung zu viel berechneter Steuern inklusive angefallener Zinsen. Sie können Klage einreichen und eine Reklamationsforderung an die spanischen Finanzbehörden stellen. „Dazu ist allerdings ein komplexes Klageverfahren nötig“, erklärt Rainer Klassen, Geschäftsführer von Spanish Legal Reclaims. „Neben steuerrechtlichem Fachwissen ist auch eine intensive Auswertung der Erfolgsmöglichkeiten und strategische
Planung notwendig." Das ist in diesem Fall besonders wichtig, da nur ein einziges Mal geklagt werden kann. Die Anwaltskanzlei Spanish Legal Reclaims ist spezialisiert auf Steuerklärungen, EU-Verordnungen und auf Gerichtsverfahren in diesem Zusammenhang. Bisher hat Spanish Legal Reclaims gemeinsam mit Steuerexperten in Deutschland, England und Spanien über 400 europäische Familien bei der Steuerrückerstattung unterstützt. "Erste Rückzahlungen sind bereits erfolgt", so Klassen.

Honorar nur bei Erfolg

Spanish Legal Reclaims bietet zunächst ein kostenloses Beratungsgespräch an. Klassen: "Danach können wir ganz konkret sagen, ob überberechnete Steuern eingefordert werden können und um welche Summe es sich dabei
handelt.“. Nach diesem Gespräch kann der Kunde entscheiden, ob ein Rückerstattungsantrag eingereicht wird. "Ein anteiliges Honorar für die Kanzlei wird nur im Erfolgsfall fällig“, stellt Klassen klar. Aufgrund von Klagefristen kann das Recht, eine Beschwerde einzulegen, in Spanien bei Steuerrückerstattungsverfahren nach vier Jahren erlöschen. Ansprüche sollten daher möglichst bald geltend gemacht werden.

Betroffene können sich per Mail an info.de@spanishlegalreclaims.com oder unter der Telefonnummer +49 89 210 938 92 für Deutschland oder +34 93 362 08 92 für Spanien unverbindlich informieren. Weitere Infos und Details sind auf der Homepage www.spanishlegalreclaims.com/de/ nachzulesen.

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