Wie Sie beim Grillen im Garten und am Balkon Ärger vermeiden

Wenn laue Sommerabende die Nachbarn ins Freie locken und der Duft von gegrilltem Fleisch und Gemüse durch die Luft zieht, kann das nicht nur Freude auslösen. Die Experten der D.A.S. Rechtsschutz AG informieren über rechtliche Rahmenbedingungen fürs Grillen und geben Tipps zum reibungslosen Ablauf Ihres Grillvergnügens.

Wie Sie beim Grillen im Garten und am Balkon Ärger vermeiden

Kaum qualmt der Grill, beschwert sich schon der Nachbar. Der Sommer ist die Hochsaison für den Ärger am Gartenzaun. Doch wann ist Grillen im Garten und auf dem Balkon erlaubt und wann nicht?

Im eigenen Garten ist (fast) alles erlaubt

Die gute Nachricht gleich vorweg: Egal ob man Koteletts, Spareribs, Zucchini oder andere Köstlichkeiten brutzelt, die Nachbarn müssen das hinnehmen. Niemand muss um Erlaubnis gefragt werden. Das gilt sowohl für den Garten als auch für die Terrasse und den Balkon. Die weniger angenehme Nachricht: Es gibt Einschränkungen.

Diese fünf Punkte sollten Open-Air-Griller beachten:

1. Vermieter kann Grillen verbieten

Wenn im Mietvertrag steht, dass Grillen verboten ist, hat man Pech gehabt.

2. Grillen nur zu bestimmten Zeiten

Beim Grillen sollte man sich an die Ruhezeiten halten. Die Nachtruhe gilt in Österreich fast überall zwischen 22 und 6 Uhr. Darüber hinaus sind Ruhezeiten von 12 bis 15 Uhr, samstags ab 17 Uhr und sonntags ganztägig üblich. Generell können Ruhezeiten von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt sein. Diese sind in den ortspolizeilichen Verordnungen der Gemeinden festgelegt. Am besten erkundigt man sich bei der jeweiligen Gemeinde über die geltenden Regelungen. Auch in Hausordnungen können individuelle Bestimmungen für Ruhezeiten und damit auch für das Grillen geregelt sein.

3. Offene Bodenfeuerstellen sind verboten

4. Das Grillen muss sich in zumutbarem Rahmen halten

Andere Mieter bzw. Wohnungseigentümer dürfen durch das Grillen nicht in unzumutbarer Weise beeinträchtigt werden. Hält sich ein Mieter oder Wohnungseigentümer nicht an die allgemeinen Regeln des Zusammenlebens bzw. an den Mietvertrag oder die Hausordnung, kann das im schlimmsten Fall zu einer Kündigung des Mietverhältnisses oder einer Klage auf Ausschluss aus der Eigentümergemeinschaft führen.

Die beste Basis für eine gute Nachbarschaft ist daher, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die Experten der D.A.S. Rechtsschutz AG empfehlen vor allem vor größeren Grillpartys oder bei besonders engen räumlichen Verhältnissen, die betroffenen Nachbarn über das Vorhaben zu informieren, um späteren Konflikten vorzubeugen.

Wann Grillen untersagt werden kann

Wer sich durch übermäßiges Grillen auf dem Nachbargrundstück belästigt fühlt, hat die Möglichkeit, Geruchs-, Rauch- oder auch Lärmbelästigungen zu untersagen. Dazu muss aber nachgewiesen werden, dass „das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschritten und die ortsübliche Benützung des eigenen Grundstücks wesentlich beeinträchtigt ist“.

Hier genügt allerdings nicht eine persönliche Abneigung gegen den Geruch von gegrilltem Fleisch. Maßstab ist das Empfinden eines Durchschnittsmenschen. Einmal wöchentliches Grillen etwa kann daher als nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliches Maß betrachtet werden. Wird der Grill dabei aber ständig so aufgestellt, dass die zum Trocknen im Nachbarsgarten aufgehängte Wäsche regelrecht eingeräuchert wird, kann sich der betroffene Nachbar zur Wehr setzen. Eine höchstgerichtliche Entscheidung, die dieses Thema abschließend klären würde, liegt allerdings noch nicht vor.

Mehr zum Thema Grillen finden Sie auf dem Blog der D.A.S. unter http://blog.das.at

Über die D.A.S. Rechtsschutz AG:

Seit 1956 ist die D.A.S. Rechtsschutz AG mit Spezialisierung auf Rechtsschutzlösungen für Privatpersonen und Unternehmen in Österreich tätig. Als unabhängiger Rechtsdienstleister bietet sie umfassenden Versicherungsschutz, fachliche Betreuung durch hochqualifizierte juristische Mitarbeiter und ein breites Dienstleistungsangebot inklusive 24h-Notruf-Hotline an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Wien. Die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Kunden in regionalen D.A.S. Niederlassungen verteilt in ganz Österreich mit juristischer Kompetenz zur Verfügung. In den vergangenen Jahren hat die D.A.S. Österreich ihre solide Marktposition gefestigt. 2013 erwirtschaftete sie im Direktgeschäft ein Prämienbestandsvolumen in der Höhe von 63,8 Mio. Euro.

Die D.A.S. Österreich gehört zur D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Gegründet 1928, agiert die D.A.S. heute in 16 europäischen Ländern sowie in Südkorea und Kanada. Die Marke D.A.S. steht für die erfolgreiche Einführung der Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Märkten. Die D.A.S. ist der Spezialist für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe.

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