Wer nicht den Radweg benutzt, ist bei Unfall mitschuldig

Selbst wenn die Sonne blendet, muss man am Fahrradweg der Straße den Vorzug geben.

Selbst wenn die Sonne blendet, muss man dem Fahrradweg der Straße den Vorzug geben

Eine Frau wurde mit Rad auf Straße von Lkw gestreift und verletzt. Laut jüngstem OGH-Urteil ist sie jedoch nicht ganz frei von Schuld.

Radfahrer müssen die extra für sie bereitgestellten Wege auch dann benutzen, wenn die Gefahr, durch entgegenkommende Fahrzeuge geblendet zu werden, erhöht wird. Das hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil erkannt.

Eine Frau hatte geklagt, nachdem sie mit ihrem Trekkingrad bei Dunkelheit auf der Straße gefahren, von einem Lkw gestreift und verletzt worden war. Dabei hätte es neben der Straße einen in beide Richtungen befahrbaren Radweg gegeben. Die Klägerin wollte Schadenersatz und begründete dies damit, dass sie unter anderem deshalb keine Verpflichtung zur Benützung des Radwegs getroffen habe, weil sie aufgrund des Abblendlichts durch entgegenkommende Fahrzeuge geblendet worden wäre.

Ein Drittel Mitschuld

Das Erstgericht gab dem Begehren zu zwei Drittel statt. Die Klägerin sei auch in der konkreten Situation verpflichtet gewesen, den Radweg zu benützen, weshalb sie ein Drittel Mitverschulden treffe. Das Berufungsgericht war der gleichen Ansicht.

Auch der OGH bestätigte die Entscheidungen der Vorinstanzen. Der Gesetzgeber erlege den Radfahrern die in Paragraf 68 Straßenverkehrsordnung normierte Pflicht zur Benützung der Radfahranlagen nicht nur zum Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch im Interesse ihrer eigenen Sicherheit auf. Wäge man die Vorteile der Benützung des Radwegs gegen das Blenden der Klägerin ab, so schlage dies zugunsten der Pflicht einen Radwegs zu benutzen aus, so der OGH.

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