Urlaubsauto online mieten: Anbieter versprechen mehr Transparenz

Urlaubsauto online mieten: Anbieter versprechen mehr Transparenz

Bis Ende 2015 wollen Avis-Budget, Enterprise, Europcar, Hertz und Sixt mehr Klarheit in Bezug auf Versicherung, Betankung und Preisgestaltung schaffen - als eine Reaktion auf etliche Beschwerden bei europäischen Verbraucherzentren.

Inzwischen ist es salonfähig, den Mietwagen für den Urlaub über das Web zu buchen – entsprechend der mangelnden Transparenz auf vielen Buchungsplattformen hat aber auch die Zahl der Beschwerden zugenommen: Gingen im Jahr 2012 noch 1050 Beschwerden in den Europäischen Verbraucherzentren ein, so waren es im vergangenen Jahr 1759 Beschwerden. Stolpersteine und versteckte Klauseln gibt es dabei allerhand; so kommt es etwa vor, dass ein Kunde bei der Abholung 600 Euro Kaution zahlt, bei der Fahrt einen Schaden im Ausmaß von 100 Euro verursacht und der Verleiher daraufhin – mit Hinweis auf versteckte Vertragsklauseln – die ganze Kaution einbehält.

Dies soll sich nun ändern. Als Reaktion auf eine gemeinsame Aktion der Europäischen Kommission und der nationalen Durchsetzungsbehörden haben fünf große Mietwagenfirmen - Avis-Budget, Enterprise, Europcar, Hertz und Sixt – zugesagt, ihre Praktiken gegenüber Verbrauchern grundlegend zu überprüfen; konkret zugesagt wurden größere Klarheit in Bezug auf Versicherungsschutz und Betankung, eine fairere Schadensabwicklung und mehr Preistransparenz.

Zu den wichtigsten zugesagten Verbesserungen zählen:

• Mehr Transparenz bei Online-Buchungen:
- genauere Information über Pflichtgebühren und Zusatzoptionen;
- klarere Angaben zu wesentlichen Mietkonditionen und Anforderungen einschließlich Kautionen, die über die Zahlungskarte des Verbrauchers abgebucht werden.
• Bessere Informationen in der Buchungsphase über Verzichtoptionen und Versicherungsprodukte einschließlich Preise, Ausschlussklauseln und etwaige Zusatzgebühren.
• Bessere und transparentere Konditionen im Hinblick auf die Abrechnung des Kraftstoffverbrauchs.
• Transparentere und fairere Verfahren zur Begutachtung etwaiger Schäden.
• Verbesserte Praxis bei der Einforderung von Zusatzzahlungen vom Kunden: Verbraucher sollen angemessene Möglichkeiten erhalten, sich gegen Forderungen zur Wehr zu setzen, bevor sie abgebucht werden.

Die Änderungen werden schrittweise umgesetzt, die meisten Neuerungen sollen bis Ende 2015 in Kraft treten. Einer Studie von Moody’s zufolge soll das dadurch gewonnene neue Vertrauen den Markt beleben: Die Experten der Ratingagentur erwarten, dass der B2C-Markt in den kommenden zwei Jahren um jeweils drei bis vier Prozent wächst, der B2B-Markt hingegen ein wenig schwächelt. Insgesamt soll der Markt daher um zwei bis drei Prozent pro Jahr wachsen.

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