Pillenmissbrauch: Welche rechtlichen Konsequenzen Hobbysportlern drohen

Pillenmissbrauch: Welche rechtlichen Konsequenzen Hobbysportlern drohen

Rechtsschutzspezialist D.A.S. ortet Unwissenheit über rechtliche Konsequenzen von Medikamentenmissbrauch und Doping im Breitensport. Laut Angaben von renommierten Sportwissenschaftlern greifen rund 20 Prozent der Hobbysportler zu illegalen Substanzen und schmerzstillenden Medikamenten. Neben gesundheitsschädlichen Folgen dürfen dabei auch rechtliche Konsequenzen nicht unterschätzt werden. Beispielsweise beim Autofahren.

Bei den Olympischen Spielen keimte die Dopingdiskussion im Spitzensport erneut auf, doch eine der größten Gefahren wird außer Acht gelassen: Auch Hobbysportler greifen oftmals auf illegale Substanzen als Dopingmittel zurück. Darunter können auch Schmerzmittel fallen, die durch leistungssteigernde Wirkung Missbrauchspotenzial bergen.

Hohe Mißbrauchsrate bei Medikamenten

„Glaubt man den Angaben von Trainern und Sportwissenschaftlern, dann betreiben bis zu 20 Prozent der Hobbysportler Schmerzmittelmissbrauch", erklärt Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG. Viele etwa Sportler trainieren gezielt intensiv auf einen Wettkampf hin und nehmen teilweise präventiv schmerzstillende Medikamente zu sich. Doch neben gesundheitsschädlichen Folgen dürfen auch rechtliche Konsequenzen nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich, den Beipackzettel genau zu studieren“, so Kaufmann weiter. Denn abgesehen von drohenden Strafen bei einer positiven Dopingkontrolle im Rahmen von Sportveranstaltungen sind auch weitere Risiken wie z.B. im Straßenverkehr nicht außer Acht zu lassen.

Strafen bei beeinträchtigter Fahrtüchtigkeit

Manche Schmerzmittel und eine Vielzahl von Doping-Substanzen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Das kann verheerende Folgen haben. „Gefährdet man aufgrund verminderter Fahrtüchtigkeit sich selbst und andere Teilnehmer des Straßenverkehrs, drohen Führerscheinentzug und eine Verwaltungsstrafe von bis zu 726 Euro“, so Jurist Kaufmann. Zusätzlich zum Entzug der Lenkerberechtigung kann auch deren Gültigkeit z.B. durch Auflagen oder Befristungen eingeschränkt werden.
Geregelt wird dies unter anderem in § 58 Straßenverkehrsordnung: Die Organe der Straßenaufsicht können die Weiterfahrt aus Gründen der Verkehrssicherheit verbieten. Dies kann durch unmittelbare Zwangsmaßnahmen wie z.B. der Abnahme des Fahrzeugschlüssels geschehen.

Konsequenzen am Arbeitsplatz

Ein Führerscheinentzug kann auch am Arbeitsplatz rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Ist beispielsweise die Tätigkeit nur mit einem Fahrzeug zu bewältigen oder der Arbeitnehmer ausschließlich oder zumindest überwiegend als Kraftfahrer tätig, kann eine Entlassung wegen Arbeitsunfähigkeit die Folge sein. „Voraussetzung für den Entlassungsgrund der Arbeitsunfähigkeit ist jedoch, dass das Medikament als Dopingmittel eingenommen wurde und es dadurch zum Entzug des Führerscheins kam“, erklärt Kaufmann. „Ob tatsächlich ein Entlassungsgrund vorliegt, muss immer im Einzelfall beurteilt werden“, so Kaufmann weiter. Immer zu beachten ist dabei z.B. die Dauer des Führerscheinentzugs, eine etwaige Unbescholtenheit, die Dauer der Betriebszugehörigkeit und die Schwere des Fehlverhaltens.

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