Menschenhandel – Österreich hat EU-Vorgaben noch immer nicht umgesetzt

Erst fünf von 27 Staaten haben EU-Richtlinie, die den Kampf gegen Menschenhandel erleichtern soll, umgesetzt. Laut aktueller EU-Studie gibt es immer mehr Opfer, aber weniger verurteilte Schlepper. EU-Kommissarin tadelt Länder.

Menschenhandel – Österreich hat EU-Vorgaben noch immer nicht umgesetzt

Jetzt hat die Innenkommission der EU die erste Bilanz über die Entwicklung des Menschenhandels in Europa in der Zeit von 2008 bis 2010 gezogen. Die Entwicklung ist dramatisch. In der EU werden immer mehr Menschen Opfer von Prostitution und Zwangsarbeit. Das geht aus einer neuen umfangreichen Studie der EU hervor.

Zwei Drittel der 23.632 Opfer in acht Jahren waren Frauen

Die offizielle Zahl der Opfer ist seither um 18 Prozent hochgeschnellt: Von 6.309 auf 9.528 im Jahr 2010. Dagegen sank die Zahl der verurteilten Menschenhändler um 13 Prozent, und zwar von 1.534 im Jahr 2008 auf 1.339 im Jahr 2010. Mehr als zwei Drittel der insgesamt 23.632 Opfer, die im Untersuchungszeitraum gezählt wurden, waren Frauen, 17 Prozent Männer, zwölf Prozent Mädchen und drei Prozent Buben. Die meisten von ihnen wurden zur Prostitution gezwungen, andere zu Zwangsarbeit, zum Betteln, zu Straftaten oder zur Organentnahme.Laut einer Studie der EU-Kommission wurden in dem Zeitraum immer mehr Personen Opfer von Menschenhandel, gleichzeitig ist aber die Zahl der verurteilten Schlepper gesunken.

Österreich hat EU-Richtlinie noch nicht vollständig umgesetzt

Österreich gehört zu jenen EU-Ländern, die die EU-Richtlinie gegen Menschenhandel noch nicht vollständig umgesetzt haben, wie interne EU-Quellen berichten. Die Frist dafür ist am 6. April abgelaufen. Bisher haben erst sechs von 27 EU-Staaten die Vorgaben aus Brüssel zur Gänze in nationales Recht umgesetzt, sie hatten dafür zwei Jahre Zeit. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström fordert die säumigen Staaten auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die im April 2011 in Kraft getretene EU-Richtlinie soll den Kampf gegen Menschenhandel erleichtern und die Rechte der Opfer stärken.

"Es ist schwer vorstellbar, dass in unseren freien und demokratischen EU- Ländern Zehntausenden Menschen die Freiheit entzogen wird, dass sie gehandelt werden wie Waren", sagte Malmström der deutschen Zeitung. "Doch das ist die traurige Wahrheit: Menschenhandel ist überall um uns herum, näher als wir denken." sagte die EU-Kommissarin Cecilia Malmström der "Welt am Sonntag". Und: "Ich bin sehr enttäuscht zu sehen, dass trotz der alarmierenden Tendenzen nur wenige Länder die neue EU-Richtlinie gegen Menschenhandel umgesetzt haben."

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