Jetzt noch schnell Immobilien steuerschonend schenken

Jetzt noch schnell Immobilien steuerschonend schenken

Der Verfassungsgerichtshof sieht es als Bevorzugung, wenn etwa Kinder oder Enkel Grundstücke oder Wohnungen geschenkt bekommen und der Staat dabei nicht so hohe Grunderwerbssteuer kassiert wie bei einem Verkauf einer Immobilie. Die Regierung ist deshalb nun aufgefordert, die Steuergrundlage für Schenkungen bis 31. Mai zu reparieren. Wer dem Staat ein Schnippchen schlagen will, sollte deshalb bis dahin noch schnell seinen Liebsten Grund und Boden schenken. Josef Lachmann, Partneranwalt der D.A.S. Rechtsschutz AG, über die Hintergründe.

Jeder, der eine Liegenschaft kauft, muss derzeit dafür Grunderwerbssteuer zahlen. Das betrifft nicht nur Grundstücke, sondern auch Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser. Diese Steuer fällt auch bei jeder Schenkung einer Immobilie an (nachdem die Schenkungssteuer abgeschafft wurde).

Die Höhe der Grunderwerbssteuer richtet sich allerdings bei Verkäufen nach dem Kaufpreis und damit nach einem realistischen Verkehrswert. Bei Schenkungen hingegen nach dem jeweiligen Einheitswert der Immobilie.

Die Einheitswerte wurden jedoch seit langem nicht mehr angehoben, weshalb diese nur einem Bruchteil der Verkehrswerte (Marktwerte) entsprechen. Das bedeutet: Wer eine Immobilie geschenkt bekommt, muss deutlich weniger Steuer zahlen, als jemand, der eine Immobilie im gleichen Wert kauft.

Der Verfassungsgerichtshof sieht darin eine Bevorzugung und Besserstellung des Beschenkten, wofür es keine sachliche Rechtfertigung gibt. Es liegt eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes vor. Der Verfassungsgerichtshof forderte daher den Gesetzgeber auf, bis spätestens 31. Mai 2014 eine neue Regelung für die Besteuerung von Schenkungen zu finden.

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Wie immer diese Regelung aussehen wird: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Regierung diese Steuer anhebt und die Steuerbelastung bei Schenkungen kräftig steigt. „Wenn möglich, sollten Schenkungen von Immobilien noch vor Mai 2014 durchgeführt werden“, rät Anwalt Josef Lachmann.

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Über die D.A.S. Rechtsschutz AG:

Die D.A.S. Rechtsschutz AG ist seit 1956 in Österreich tätig und hat sich auf die Beratung von Privatpersonen und Unternehmen im Bereich Rechtsschutz spezialisiert. Als unabhängiger Rechtsdienstleister bietet sie umfassenden Versicherungsschutz, fachliche Betreuung durch hauseigene D.A.S. Juristen sowie ein breites Dienstleistungsangebot inklusive eines 24h-Rechtsberatungsservice an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Wien. Die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun regionalen D.A.S. Niederlassungen in Wien, St. Pölten, Wiener Neustadt, Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Innsbruck und Dornbirn stehen ihren Kunden mit juristischer Kompetenz zur Verfügung. In den vergangenen Jahren hat die D.A.S. Österreich ihre Marktposition stark ausgebaut. 2012 erwirtschaftete sie ein Prämienbestandsvolumen in der Höhe von 62,3 Mio. Euro.

Die D.A.S. Österreich gehört zur D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Gegründet 1928, agiert die D.A.S. heute in 16 europäischen Ländern sowie in Südkorea und Kanada. Die Marke D.A.S. steht für die erfolgreiche Einführung der Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Märkten. Die D.A.S. ist der Spezialist für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe, eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa.

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