Jeder EU-Bürger soll Recht auf ein Konto haben

Jeder EU-Bürger soll Recht auf ein Konto haben

Jeder EU-Bürger soll künftig ein Recht auf ein Bankkonto haben. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor den die EU-Kommissar bis Juni vorlegen will. Bankkonditionen sollen auch leichter vergleichbar werden.

Michel Barnier, zuständiger EU-Kommissar für den Binnenmarkt, will auch den Wechsel von einer Bank zur anderen erleichtern, indem Gebühren und Konditionen leichter vergleichbar werden sollen. Ziel des Gesetzespakets ist es laut Barnier, „ein soziales Grundrecht“ durchzusetzen.

Derzeit haben 30 Millionen Bürger der EU, die 18 Jahre und älter sind, kein Bankkonto. Viele von ihnen befinden sich damit in einem sozialen Teufelskreis, da ein Girokonto beispielsweise für Wohnungsvermieter oder Handyanbieter eine Voraussetzung für den Abschluss eines Vertrages ist.

Im Gesetzesentwurf ist allerdings nur ein Konto vorgesehen, das „grundsätzlich nötige Buchungen“ ermöglicht, also Zahlungseingänge und Abbuchungen, solange das Konto im Plus bleibt. Kredit sind bei zahlungsschwachen Kontoinhabern aber weiterhin ausgeschlossen.

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