Insiderhandel: Rekordstrafe für US-Anwalt

Insiderhandel: Rekordstrafe für US-Anwalt

In mindestens elf Fällen soll ein Trio bestehend aus einem Anwalt, einem Aktienhändler und einer dritten Person das Wissen um bevorstehende Übernahmen genutzt haben um von steigenden Kursen zu profitieren. Dafür fassten jetzt zwei der Beschuldigten in erster Instanz zwölf bzw. neun Jahre Haft aus.

Rekordstrafe wegen Insider-Handels: Ein US-Gericht hat einen Anwalt am Montag zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht in Newark sah es als erwiesen an, dass Matthew Kluger über 17 Jahre hinweg in mehreren Fällen Insider-Handel betrieb und dabei zusammen mit zwei weiteren Beschuldigten insgesamt 37 Millionen Dollar Gewinn machte. Noch nie ist jemand für Insider-Handel mit einer so langen Haftstrafe belegt worden. Vergangenes Jahr wurde der Gründer des Hedgefonds Galleon Group, Raj Rajaratnam, zu elf Jahren verurteilt. Der US-Jurist Kluger ließ über seinen Anwalt ankündigen, er werde in Berufung gehen.

Richterin Katharine Hayden verhängte zudem gegen den Aktienhändler Garrett Bauer eine neunjährige Haftstrafe wegen seiner Mithilfe. Auch für eine dritte, beschuldigte Person, Kenneth Robinson, wurde am Dienstag noch mit einer Strafe gerechnet.

Die Staatsanwälte und Aufsichtsbehörden werfen den Männern vor, in mindestens elf Fällen von Fusionen oder Übernahmen von Firmen im Vorfeld mit Insider-Wissen Aktien gehandelt zu haben. Sie hätten dabei geheime Informationen genutzt, die Kluger im Rahmen seiner Anwaltstätigkeit bei prominenten Kanzleien gesammelt habe. So habe Kluger Robinson einen Tipp im Vorfeld der Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle im Jahr 2009 gegeben. In einem anderen Fall habe das Trio vor der McAfee-Übernahme durch Intel 2010 Aktien gehandelt.

Das System bestand von 1994 bis 2011 und brachte den Angaben nach 37 Millionen Dollar Gewinn für das Trio. Den Großteil der Einnahmen habe Bauer behalten. Die drei Männer erklärten sich nach Gerichtsangaben bereit, das Geld plus Zinsen zurückzuzahlen.

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