Heftiger Streit um eine streunende Katze: So haben die Gerichte entschieden

Heftiger Streit um eine streunende Katze: So haben die Gerichte entschieden

Bereits einmal endete ein Streit um streunende Katzen vor dem Obersten Gerichtshof (siehe Artikel links oben). Doch dieses Urteil wollte ein Kaninchenbesitzer für seinen Fall nicht gelten lassen. Das Landesgericht Innsbruck fällte dazu ein der OGH-Judikatur entsprechendes Urteil. Die D.A.S Rechtsschutz AG informiert.

Kater Helli kommt bei seinem Nachbarn nicht gut an. Schließlich hat der Kater bereits mehrere Kaninchen des Nachbarn erlegt. Der Katzenbesitzer wurde sogar schon rechtskräftig verpflichtet, Schadenersatz zu leisten. Doch das Urteil ging dem Kaninchenbesitzer nicht weit genug. Er reichte deshalb bei Gericht eine Klage auf Unterlassung ein. Das bedeutet: Der Kater soll davon abgehalten werden, erneut in das Grundstück des Nachbarn einzudringen. Andernfalls wäre er in der Nutzung seines Grundstücks, nämlich der Kaninchenhaltung, beeinträchtigt, so das Argument des Nachbarn.

Größe und Charakter des Tieres entscheidend

Um eine Unterlassung möglich zu machen, kommt es allerdings auf verschiedene Punkte an. So ist es laut der Urteilsbegründung des Landesgerichts Innsbruck bei Tieren nicht nur die Körpergröße des Tieres entscheidend, sondern auch ob man mit vertretbaren Mitteln tatsächlich verhindern kann, dass das Tier auf den Nachbargrund eindringen kann. Auch der Charakter der jeweiligen Tiergattung ist angemessen zu berücksichtigen. Während laut Rechtsprechung große Tiere wie Rinder, Schafe oder Ziegen in der Regel mit Zäunen leicht im Zaum gehalten werden können, gilt das für Katzen, die ihrem Naturell und ihren körperlichen Möglichkeiten nach stets versuchen werden, einen Weg in die Freiheit zu finden, nicht.

So hat das Landesgericht Innsbruck entschieden:

Der Kaninchenbesitzer muss daher selbst geeignete Maßnahmen treffen, um seine Kaninchen vor Räubern wie Katzen, Steinmarder, Greifvögel oder Hunde zu schützen. Kater Helli darf, wie andere herumstreunende Katzen vor Ort, weiter unbehelligt in Nachbargärten eindringen. Unabhängig davon stehen dem Nachbarn aber Schadenersatzansprüche zu, wenn Kater Helli trotz ausreichender Absicherung dennoch weiter Kaninchen erlegt.

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