Handy am Steuer: Im Ausland ein teures Vergnügen

Handy am Steuer: Im Ausland ein teures Vergnügen

Der Gebrauch von Handys am Steuer wird in Europa, je nach Land, mit Strafen zwischen zehn und 220 Euro geahndet. In Österreich ist die Strafe mit mindestens 50 Euro recht moderat. In Spanien kann es am teuersten werden. Dort zahlt man mindestens 200 Euro.

Mal schnell eine SMS getippt, die neuesten Nachrichten in sozialen Netzwerken durchgeschaut oder rasch Freundin oder den Freund anrufen – so Nebensächlich das klingt: Das Benutzen von Handys am Steuer lenkt vom Verkehrsgeschehen ab und ist damit eine Gefahr für alle Beteiligten. In den meisten europäischen Ländern gilt daher ein striktes Handyverbot am Steuer. Verstößt man dagegen, kann es teuer werden. "Abhängig vom Land werden Strafen zwischen zehn und 220 Euro verhängt", erklärt ÖAMTC-Touristiker Thomas Dürnsteiner.

In Spanien, Holland und Dänemark sind die Strafen am höchsten

Die höchsten Strafsätze werden in Holland und Dänemark verlangt. Dort wird ein Pauschalbetrag von 220 bzw. 200 Euro fällig. In den Niederlanden ist schon das Halten eines Handys während der Fahrt im Auto strafbar. In Estland kostet das Telefonieren per Handy am Steuer maximal 200 Euro, in Spanien hingegen mindestens 200 Euro. Auch Italien ist mit Strafen ab 155 Euro teuer. Wird man hier nachts zwischen 22 und 7 Uhr erwischt, ist die Strafe sogar um ein Drittel teurer als untertags. Österreich und Polen bewegen sich mit 50 Euro Minimum im unteren Mittelfeld, was die Strafsätze angeht – genauso wie Deutschland mit pauschalen 40 Euro. Am niedrigsten ist die Strafe für das Telefonieren am Steuer in Bosnien-Herzegowina mit mindestens 10 Euro, gefolgt von Bulgarien und Malta mit einer Mindeststrafe von 25 Euro. Auch Island mit einem Pauschalbetrag von 30 Euro und die Türkei (ab 30 Euro) liegen im unteren Strafhöhenbereich.

In Spanien und Frankreich müssen Handys an Tankstellen abgedreht sein

Immer mehr Länder in Europa fordern den Einsatz von Freisprecheinrichtungen im Auto. In Griechenland, wo das Handytelefonieren pauschal mit 100 Euro bestraft wird, und in Serbien (45 Euro pauschal) sind sogar nur kabellose Freisprecheinrichtungen erlaubt, die via Bluetooth mit dem Mobiltelefon verbunden sind. Kopfhörer sind in beiden Ländern verboten. In Spanien muss die Freisprechanlage sogar ins Fahrzeug eingebaut sein. Auch hier sind Kopfhörer strengstens verboten. Außerdem müssen in Spanien Handys an Tankstellen immer abgeschaltet sein, in Frankreich wird dies zumindest empfohlen.

Belgien, Schweden und Finnland mit speziellen Regelungen

In Belgien darf man im Auto telefonieren, wenn man parkt oder jemanden ein- bzw. aussteigen lässt. Steht man allerdings im Stau oder bei einer Ampel, werden mindestens 100 Euro berappt. Allen Schwedenbegeisterten gibt der ÖAMTC zu bedenken: Dort gibt es zwar kein Handyverbot. Im Falle eines Unfalls jedoch, bei dem eine Ablenkung durch ein Mobiltelefon nachgewiesen werden kann, gibt es strafrechtliche Folgen, die mit sehr hohen Geldstrafen einhergehen können. In Finnland wiederum hat man sich den Verhältnissen angepasst: Dort gilt das Handyverbot auch für Schneemobile und Traktoren und wird mit bis zu 115 Euro geahndet.

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