Brenzlige Rechtslage rund um Feuerwerke

Bei Silvester-Feuerwerken kommt es nicht selten zu schweren Verletzungen. Das Problem beginnt schon beim Kauf. Viele achten nicht auf die Gefahrenstufe. Die D.A.S. Rechtsschutz AG erklärt, woran Sie gefährliche Produkte erkennen, was die Voraussetzungen sind, um damit hantieren zu dürfen und mit welchen Strafen Sie rechnen müssen, wenn Sie gegen Vorschriften verstoßen.

Wer ohne behördlicher Genehmigung gefährliche Feuerwerkskörper abschießt, riskiert nicht nur Leib und Leben, sondern auch eine saftige Strafe.

Wer ohne behördlicher Genehmigung gefährliche Feuerwerkskörper abschießt, riskiert nicht nur Leib und Leben, sondern auch eine saftige Strafe.

In knapp zwei Wochen begrüßen wir das neue Jahr – viele davon mit einem selbstgezündeten Feuerwerk. Doch mit den eigenen Feuerwerken steigt auch die Zahl verheerender Unfälle. Einer der Hauptgründe: Mangelndes Wissen beim Kauf von Feuerwerkskörpern. Zwar sind in Österreich pyrotechnische Gegenstände ohne Kennzeichnung verboten. Dennoch kann man sie erstehen.

Gefährliche Produkte im Umlauf

So befindet sich laut Expertenschätzung selbst im regulären heimischen Handel eine hohe fünfstellige Stückzahl an gefährlichen pyrotechnischen Gegenständen im Umlauf. „Auch Händler werden mit illegalen Knallkörpern getäuscht. Beim An- und Verkauf ist deshalb Vorsicht geboten“, warnt Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG.

Welche Angaben unbedingt erforderlich sind

Verboten sind der Besitz und die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen, auf denen Angaben zum Hersteller, dessen Adresse und Angaben zur Altersgrenze, ab der das Produkt verkauft werden darf, fehlen. Unbedingt auf der Verpackung angegeben werden muss auch die jeweilige Gefahren-Kategorie, die sogenannte F-Kategorisierung.

Was die „F-Kategorien“ bei Feuerwerkskörpern bedeuten

Am wenigsten gefährlich werden Feuerwerkskörper eingestuft, die auch in geschlossenen Bereichen verwendet werden dürfen. Dazu zählen Tischfeuerwerke, Knallerbsen oder Wunderkerzen. Sie fallen unter die Kategorie F1. Das Mindestalter für Besitz und Verwendung ist zwölf Jahre.
Als schon etwas gefährlicher gelten klassische Silvesterraketen. Sie fallen in die Kategorie F2 und dürfen ab 16 Jahren verwendet werden. Feuerwerkskörper der Kategorien F1 und F2 haben keine besondere Besitz- oder Verwendungsbestimmungen. „Selbst bei diesen noch nicht ganz so gefährlichen Produkten müssen die Gebrauchshinweise direkt am Produkt angebracht sein. Ansonsten: Finger weg“, rät Kaufmann

Ab Kategorie F3 braucht man behördliche Genehmigung

Bei Feuerwerkskörper der Kategorie F3 und F4 muss man bereits Sach- und Fachkunde nachweisen können, um sie besitzen und verwenden zu dürfen. Solche Feuerwerke werden bereits als mittlere Gefahrenstufe klassifiziert und dürfen erst ab 18 Jahren verwendet werden. Große Gefahr kann von Feuerwerkskörper der Kategorie F4 ausgehen. Zudem ist bei beiden Kategorien eine behördliche Genehmigung notwendig.

Die Gefahren-Stufen von Feuerwerkskörpern im Überbick

Bis zu 3.600 Euro Verwaltungsstrafe drohen Konsumenten

Wer gegen gesetzliche Vorschriften verstößt und illegale Feuerwerkskörper besitzt, verwendet oder das vorgegebene Mindestalter ignoriert, begeht eine Verwaltungsübertretung nach Paragraph 40 des Pyrotechnikgesetzes. „Selbst nur der Versuch, etwas in dieser Hinsicht vorzubereiten, kann bereits eine Übertretung darstellen“, warnt Kaufmann. Eine Strafe riskiert auch, wer etwa Feuerwerke der Kategorie F2 im Ortsgebiet oder innerhalb bzw. in unmittelbarer Nähe von größeren Menschenansammlungen zündet. Auch Abschüsse in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern oder explosionsgefährdeten Orten, wie etwa Tankstellen, sind verboten. Wer sich nicht daran hält oder mit illegalen Feuerwerkskörpern erwischt wird oder eine andere Verwaltungsübertretung nach dem Pyrotechnikgesetz begeht, dem droht eine Strafe von bis zu 3.600 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Wochen.

Händler riskieren sogar bis zu 10.000 Euro Strafe.

Andere aktuelle Informationen rund um Ihr Recht finden Sie auf der Homepage der D.A.S. Rechtsschutz AG

Über die D.A.S. Rechtsschutz AG:

Seit 1956 ist die D.A.S. Rechtsschutz AG mit Spezialisierung auf Rechtsschutzlösungen für Privatpersonen und Unternehmen in Österreich tätig. Als unabhängiger Rechtsdienstleister bietet sie umfassenden Versicherungsschutz, fachliche Betreuung durch hochqualifizierte juristische Mitarbeiter und ein breites Dienstleistungsangebot inklusive 24h-Notruf-Hotline an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Wien. Die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Kunden in regionalen D.A.S. Niederlassungen verteilt in ganz Österreich mit juristischer Kompetenz zur Verfügung. In den vergangenen Jahren hat die D.A.S. Österreich ihre solide Marktposition gefestigt. 2013 erwirtschaftete sie im Direktgeschäft ein Prämienbestandsvolumen in der Höhe von 63,8 Mio. Euro.

Die D.A.S. Österreich gehört zur D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Gegründet 1928, agiert die D.A.S. heute in 16 europäischen Ländern sowie in Südkorea und Kanada. Die Marke D.A.S. steht für die erfolgreiche Einführung der Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Märkten. Die D.A.S. ist der Spezialist für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe.

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Wer das Geschenk, bei Nichgefallen, frühestens am 10. Jänner zurückgeben kann, sollte das vorher mit dem Verkäufer ausmachen.

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