Faule Tricks der Fussballwettbieter: VKI klagt

Faule Tricks der Fussballwettbieter: VKI klagt

Die Konsumentenschützer haben die Fußball-Onlinewettanbieter ins Visier genommen. Die Erkennntnis war lebst für die Experten überraschend. VKI-Geschäftsführer Franz Floss: "Sportwetten unterliegen nicht der strengen Glücksspielregelung, sondern gelten als Geschicklichkeitsspiel."

Das sind die Ergebnisse der heimlichen VKI-Recherche:

1. Willkommensbonus nicht viel mehr als ein fauler Verkaufstrick

Auch sonst fanden die Konsumentenschützer einige Kritikpunkte bei den fünf Anbietern, bei denen sie heimlich Versuchskonten eröffnet hatten. Der Willkommensbonus, mit denen Kunden angelockt werden sollen, wird nur ausbezahlt, wenn man das X-fache gewettet hat - und das bei riskanten Quoten. Von einem Guthaben von 230 Euro blieben deshalb lediglich 40 Cent übrig, berichtete der glücklose Projektleiter Walter Hager.

2. Alter und Idendität der Spieler werden nicht geprüft

Ebenfalls bedenklich: Bei der Anmeldung werden Alter und Identität nicht geprüft, bei einer Auszahlung hingegen sehr wohl.

3. Schwierig Wettkonto zu schließen

Ein Wettkonto zu löschen, wird zumeist nicht leicht gemacht. Lediglich "admiralbet" bietet dafür einen eigenen Button.

Bwin verlangt aus heiterem Himmel Bearbeitungsgebühr

Besondere Kritik musste "bwin" von Floss einstecken, da inaktive Spieler nach einem Jahr per Mail eine monatliche Bearbeitungsgebühr für den nicht genutzten Account angedroht wird. "Diese Anfütterungsstrategie ist nicht im Sinne der Spielsuchtgefährdeten."

Der VKI hat deshalb Klage eingereicht

Mit Gerichtsstand Gibraltar. Auch die Einschätzung als Geschicklichkeitsspiel, das damit das Glücksspielmonopol mit seinen Auflagen unterläuft, will man überprüfen lassen. Allerdings sei dies "juristisches Neuland" im Umgang mit einer Branche, deren Umsatz sich in Milliardenhöhe bewegen soll.

Auf eine Bewertung habe man bewusst verzichtet und auch keine Empfehlung für einen Anbieter abgegeben. Laut Hager ist die einzige Empfehlung, "gar nicht zu spielen".

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