Fahrraddiebstahl: Haushaltsversicherungen knausern beim Zahlen

In Österreich werden täglich rund 65 Fahrräder gestohlen. Im Schnitt schlagen Fahrraddiebe alle 20 Minuten zu. Aber nur jeder zwanzigste Diebstahl wird geklärt. Wie eine aktuelle Studie des Versicherungsvergleichsportals chegg.net unter 20 Haushaltsversicherung zeigt, zahlen aber 90 Prozent von ihnen ausschließlich bei Fahrraddiebstählen, die auf dem eigenen Grundstück passieren – und auch dort nur dann, wenn der Drahtesel abgesperrt war.

Die Zahlen können sich sehen lassen: Pro Jahr kaufen die Österreicher zwischen 400.000 und 450.000 Fahrräder, insgesamt besitzen Österreicher sechs Millionen Räder. Und im Durchschnitt werden jährlich 230 Kilometer auf dem Drahtesel zurückgelegt.

30.000 Fahrräder werden pro Jahr gestohlen

Eine weitere für Diebe erfreuliche Entwicklung: Die Fahrräder werden immer teurer. Diebe haben in den Sommermonaten Hochkonjunktur. An die 30.000 Fahrräder werden in Österreich jährlich entwendet, im Schnitt schlagen die Diebe ungefähr alle 20 Minuten zu. Rund zehn Millionen Euro Schaden richten Fahrraddiebe jährlich in Österreich an. Statistisch verschwinden die meisten Fahrräder bei Bahnhöfen, Universitäten und Freizeiteinrichtungen, vor Geschäften und Lokalen.

Bei einer Aufklärungsquote von nicht einmal fünf Prozent sollten Fahrradbesitzer daher überlegen, ob sie sich mit einer eigenen Fahrradversicherung gegen Diebstahl schützen möchten.

90 Prozent der Haushaltsversicherungen zahlen nur bei Diebstahl am eigenen Grundstück

Wie der Versicherungsspezialist chegg.net mit seiner aktuellen Marktanalyse zeigt, kommen neun von zehn Haushaltsversicherungen nur dann für einen Fahrraddiebstahl auf, wenn das Fahrrad abgesperrt vom eigenen Versicherungsgrundstück, aus allgemein zugänglichen Räumen wie dem Fahrradkeller bzw. Stiegenhaus oder aus verschlossenen Räumen, die nur dem Versicherungsnehmer zugänglich sind, entwendet wird. Thomas Lang, Vorstand von chegg.net: „Ohne eine geeignete Versicherung schauen Fahrradbesitzer bei Diebstählen außerhalb der eigenen ‚vier Wände’ in der Regel durch die Finger.“

Große Unterschiede bei der Deckungssummer

Im Schadensfall spielt vor allem die Deckungssumme eine große Rolle. Wie die chegg.net-Marktanalyse zeigt, gibt es hier große Unterschiede. Lang: „Leider wissen immer noch zu wenige Versicherungsnehmer, dass Versicherungsschutz nicht gleich Versicherungsschutz ist. Die Information, dass ein Schadensfall abgedeckt ist, ist wenig aussagekräftig, wenn man die Deckungssumme nicht kennt“.

Versicherungssumme schwankt zwischen 500 und 5.000 Euro

Bei Fahrraddiebstählen schwanken die Versicherungssummen zwischen 500 und 5.000 Euro. Dazu kommt, dass ein Großteil der Versicherer eine maximale Versicherungssumme von 1.500 Euro pro Haushalt vorgesehen hat – wenn gleichzeitig mehrere Fahrräder gestohlen werden, kann dieser Wert sehr schnell aufgebraucht sein. Gerade bei teureren Fahrrädern sollten Besitzer deshalb unbedingt überprüfen, wie viel sie im Diebstahlsfall eigentlich von ihrer Haushaltsversicherung bekommen.

Vergleichsportal zeigt wie viel Haushaltsversicherungen bei Fahrraddiebstahl zahen

„Mit der chegg.net-Risikoanalyse sehen User auf Knopfdruck, in welcher Höhe heimische Haushaltsversicherungen jeweils für einen Fahrraddiebstahl auf dem Versicherungsgrundstück aufkommen und ob eine Erweiterung des Versicherungsschutzes auf ganz Österreich möglich ist. Das Portal screent österreichweit Angebote von 1.000 Versicherungsmaklern, die chegg.net-Kunden im Schadensfall auch vor Ort betreuen.

Ausweitung der Deckungssumme nur bei einem von zehn Anbietern möglich

Ob der Schutz für Fahrräder überhaupt ausgeweitet werden kann, hängt stark vom Versicherer ab: Nur bei einem vom zehn Anbietern kann der Versicherungsnehmer die Deckungssumme auf Wunsch gegen eine Zusatzprämie erhöhen. Nur zwei Versicherer bieten eine Erweiterung auf ganz Österreich an. Wer also einen umfassenderen Schutz für seinen Drahtesel braucht, sollte sich um eine zusätzliche Fahrraddiebstahlversicherung umsehen: Neben den Versicherungsgesellschaften Grazer Wechselseitige, Uniqa und Helvetia bieten diese auch Vereine wie Öamtc, VCÖ oder Argus oder große Sportartikelhändler direkt beim Kauf an.

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