Ermittlung: Voest wegen möglicher Preisabsprachen weiter am Pranger

Ermittlung: Voest wegen möglicher Preisabsprachen weiter am Pranger

Die deutschen Behören hüllen sich jedoch noch immer in Schweigen. Einzelheiten könne er wegen des laufenden Verfahrens aber nicht nennen, sagte nun der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt.

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger hatte vor Monaten die Hoffnung geäußert, dass die Untersuchungen bald abgeschlossen werden könnten. Sie hängen wie ein Damoklesschwert über dem von Korruptionsvorwürfen und Kartellverstößen erschütterten deutschen Konzern.

Ermittler hatten im Februar 2013 die Geschäftsräume von ThyssenKrupp Steel in Duisburg sowie Büros des Weltmarktführers ArcelorMittal und des österreichischen börsennotierten Stahlkonzerns voestalpine durchsucht. Dabei ging es um die Vermutung, dass die Firmen Preise bei Stahllieferungen an die Automobilindustrie abgesprochen haben könnten. Das Management von ThyssenKrupp leitete eigene Untersuchungen in die Wege. Diese seien weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Hiesinger hat Korruption und Kartellverstößen im Konzern den Kampf angesagt. Sollten die Vorwürfe zutreffen, wären die Folgen für ThyssenKrupp nicht absehbar. Die Automobilindustrie mit Herstellern wie Volkswagen, Daimler oder BMW gehört zu den wichtigsten Kunden des Konzerns.

Nach fünf Jahren verjährt

In der Regel sind die Fälle fünf Jahre nach einer Durchsuchung verjährt. Noch 2014 will die Behörde nach den Worten Mundts ein Verfahren gegen die Hersteller von Wurst und Wurstwaren abschließen. Im Jänner 2009 hatten Ermittler 19 Unternehmen wegen des Verdachts auf Preisabsprachen durchsucht. Seitdem sind dem Kartellamt zufolge noch einige Firmen hinzugekommen. Namen nennt die Behörde nicht.

Preise für Süßes, Kaffe und Tiernahrung auch abgesprochen?

Ebenfalls noch in diesem Jahr will das Amt einen Verdacht aus dem Jahr 2010 klären, wonach Markenartikelhersteller mit Einzelhandelsfirmen die Preise für Süßwaren, Kaffee und Tiernahrung abgesprochen haben könnten. Zudem will Mundt 2014 die Ergebnisse einer Untersuchung zum Lebensmitteleinzelhandel vorlegen.

Wer das Geschenk, bei Nichgefallen, frühestens am 10. Jänner zurückgeben kann, sollte das vorher mit dem Verkäufer ausmachen.

Recht

Geschenke: Umtausch oder Geld zurück - darauf sollten Sie achten

Rechtstipps

Fasching: Welche Verkleidung mit dem Gesetz kollidieren könnte

Rechtstipps

Sozialbetrug: Die neuen, verschärften Bestimmungen