Erfolg für Meinl Bank vor OGH

Erfolg für Meinl Bank vor OGH

In einem Anlegerverfahren zu der Frage, ob die Meinl Bank das "falsche Produkt" geliefert hatte, gab der OGH der Bank Recht.

Die Causa Meinl European Land (MEL) beschäftigte nicht zum ersten Mal den Obersten Gerichtshof (OGH). Diesmal ging es darum, ob die Meinl Bank Anlegern das falsche Produkt geliefert hat, nämlich Zertifikate statt Aktien. Bereits zum zweiten Mal haben Kläger in der sogenannten "Aliud"-Frage jetzt eine Niederlage erlitten. Die Meinl Bank sieht sich durch das Urteil - wenig überraschend - in ihrer Rechtsansicht bestätigt, wie sie am Dienstag mitteilte.

In mehreren anderen Fällen war das Geldhaus vom Obersten Gerichtshof verurteilt worden, und zwar wegen Irreführung von Anlegern. Im aktuellen, verhältnismäßig wenig umfangreichen Entscheid beziehen sich die Höchstrichter auf ein bereits ergangenes Urteil zur Anderslieferung (Aliud) aus dem Vorjahr. Hätte der OGH hier zugunsten der Anleger entschieden, hätte dies brisante Folgen gehabt, denn dann hätten womöglich sämtliche mutmaßliche MEL-Geschädigte ihre Kaufverträge mit der Meinl Bank rückabwickeln können, also ihr Geld zuzüglich Zinsen zurückbekommen.

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