Das Internet als Abzocke

Das Internet als Abzocke

Manche Firmen versuchen auf ihrer Homepage Kunden durch bloßes Login beim erstmaligen Besuch ihrer Homepage einen Vertrag unterzujubeln. Ein betroffener Leser bittet die Rechtsexperten von D.A.S. um Rat.

Leseranfrage:

Hallo!
Ich bin im Internet auf einen Großhandel gestoßen und habe mich eingeloggt ohne das AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) zu lesen. Gleich darauf habe ich von dem Unternehmen ein Mail bekommen, dass ich über 200 Euro zahlen muss, weil ich mich eingeloggt habe. In dem Schreiben wurde ich darauf hingewiesen, dass ich im voraus zahlen muss, obwohl ich mir die Webseite nur ansehen wollte. Ich hab deshalb gleich bei dem Unternehmen angerufen, doch die sind hart geblieben und verlangen dass ich zahle. Können Sie mir bitte helfen?

Antwort der D.A.S. Experten:

Ein Vertrag kommt nur durch eine übereinstimmende Willenserklärung zustande. In dem von Ihnen geschilderten Fall wollten Sie nichts bestellen und keinen Vertag mit dem Großhändler abschließen. Ihr Wille war bloß darauf gerichtet, sich die Homepage anzusehen. Aufgrund des unklaren Internetauftritts sind Sie jedoch in die Irre geführt worden. Somit ist kein Vertrag zustande gekommen.

Alle Rechtstipps auf einen Klick

Da das in der Praxis oft schwer zu beweisen ist, empfiehlt es sich, auf das Schreiben mit der Zahlungsaufforderung zu antworten und festzuhalten, dass Sie von dem Vertrag zurücktreten. Denn ein Verbraucher kann gemäß §5a KschG (Konsumentenschutzgesetz) bei einem Vertragsabschluss via Internet innerhalb von sieben Werktagen vom Vertrag zurücktreten. Falls der Unternehmer über dieses Rücktrittsrecht nicht aufklärt, verlängert sich die Frist um drei Monate.

Andere aktuelle Informationen rund um Ihr Recht finden Sie auf der Homepage der D.A.S. Rechtsschutz AG

Über die D.A.S. Rechtsschutz AG:

Die D.A.S. Rechtsschutz AG ist seit 1956 in Österreich tätig und hat sich auf die Beratung von Privatpersonen und Unternehmen im Bereich Rechtsschutz spezialisiert. Als unabhängiger Rechtsdienstleister bietet sie umfassenden Versicherungsschutz, fachliche Betreuung durch hauseigene D.A.S. Juristen sowie ein breites Dienstleistungsangebot inklusive eines 24h-Rechtsberatungsservice an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Wien. Die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun regionalen D.A.S. Niederlassungen in Wien, St. Pölten, Wiener Neustadt, Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Innsbruck und Dornbirn stehen ihren Kunden mit juristischer Kompetenz zur Verfügung. In den vergangenen Jahren hat die D.A.S. Österreich ihre Marktposition stark ausgebaut. 2012 erwirtschaftete sie ein Prämienbestandsvolumen in der Höhe von 62,3 Mio. Euro.

Die D.A.S. Österreich gehört zur D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Gegründet 1928, agiert die D.A.S. heute in 16 europäischen Ländern sowie in Südkorea und Kanada. Die Marke D.A.S. steht für die erfolgreiche Einführung der Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Märkten. Die D.A.S. ist der Spezialist für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe, eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa.

Haftungsauschluss:

Die Antworten auf die Fragen haben lediglich Informationscharakter. Sie wurden von den Rechtsexperten der D.A.S. gründlich recherchiert. Trotzdem übernehmen Format/trend online und die D.A.S. Rechtsschutz AG keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen.
Haftungsansprüche, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Was es kostet, den Urlaub zu stornieren

Rechtstipps

Was es kostet, den Urlaub zu stornieren

Wer das Geschenk, bei Nichgefallen, frühestens am 10. Jänner zurückgeben kann, sollte das vorher mit dem Verkäufer ausmachen.

Recht

Geschenke: Umtausch oder Geld zurück - darauf sollten Sie achten

Rechtstipps

Fasching: Welche Verkleidung mit dem Gesetz kollidieren könnte