Crowdfunding-Gesetz beschlossen: Frisches Geld für Start-ups und KMU

Crowdfunding-Gesetz beschlossen: Frisches Geld für Start-ups und KMU

Der Nationalrat hat das neue Crowdfundinggesetz beschlossen, mit dem Finanzierung über die Masse auf eine solide rechtliche Basis gestellt wird. Davon profitieren nicht nur Start-ups - auch KMU sollen künftig via Web Geld für ihr Wachstum aufstellen.

Der Nationalrat hat am 7.7. einstimmig das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) beschlossen, mit dem das Investieren in Crowdfundingprojekte auf eine solide rechtliche Basis gestellt und somit erleichtert wird. Teil des Gesetzes ist etwa die Neuerung, dass erst ab einem Emissionsvolumen von fünf Millionen Euro ein Kapitalmarktprospekt nötig wird – bisher lag diese Grenze bei 250.000 Euro. Für Projekte mit einem Emissionsvolumen zwischen 1,5 und fünf Millionen Euro ist nur ein vereinfachter Prospekt zu erstellen.

Insgesamt zeigt sich auch die Opposition mit dem neuen Gesetz zufrieden, Widerstände gab es von Seiten der Grünen und NEOS aber in Bezug auf die Deckelung: Denn Einzelpersonen dürfen pro Projekt höchstens 5000 Euro pro Jahr investieren; es sei denn, man verdient mehr als 2500 Euro netto monatlich – dann kann das Zweifache des Monatseinkommens investiert werden. Die Grünen hatten eine Anhebung der Grenze auf 20.000 Euro beantragt, die NEOS wollten die Deckelung bei 30.000 Euro haben; die Anträge wurden im Plenum jedoch abgelehnt. Von der SPÖ heißt es gegenüber den Forderungen der Opposition, dass das Investitionslimit den Anlegern Schutz vor möglicherweise riskanten Investitionen biete.

Freude in der Wirtschaft

In den Rängen der jungen Wirtschaftstreibenden ist die Freude nun groß – denn die Suche nach Kapital gestaltet sich für viele Start-ups als das größte Hindernis auf dem Weg zu mehr Wachstum. Vor allem mit der Anhebung der Grenze für die Prospektpflicht zeigt sich Paul Pöltner, Geschäftsführer von Österreichs größter Crowdinvesting-Plattform conda.at zufrieden – denn damit könne man die jungen Unternehmer gerade am Anfang finanziell entlasten. Via Crowdinvesting könnten Jungunternehmer nun bis zu fünf Millionen Euro in sieben Jahren einnehmen – dadurch sollen auch neue Arbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Österreich geschaffen werden.

Ergänzend zur Deckelung der Investitionen gebe es außerdem ein Rücktrittsrecht von zwei Wochen beim Investieren in Projekte – so wie im Konsumentenschutzgesetz. „Denn wichtig ist auch, durch das Gesetz die Anleger zu schützen und eine vertrauensvolle Basis zu schaffen“, heißt es in einer Presseaussendung von Conda.

Die Crowdinvesting-Plattformen sind im Gesetz explizit als Betreiber für das alternative Finanzierungsmodell; und unter der Website kmu.conda.eu wollen die Betreiber von Conda daher künftig neben Start-ups auch die Finanzierung von KMU ermöglichen.

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