Causa Immofinanz: Aviso Zeta klagt Petrikovics, Gertner und Arco

Causa Immofinanz: Aviso Zeta klagt Petrikovics, Gertner und Arco

Die Aviso Zeta (ehemals Constantia Privatbank) hat heute gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Karl Petrikovics, Norbert Gertner und Karl Arco gleichzeitig Klagen eingebracht. Damit bezieht die Aviso Zeta erneut eine eindeutige Position zur Geschäftsgebarung des ehemaligen Vorstands in Bezug auf die Anlegerberatung und beugt außerdem einem möglichen Verjährungsrisiko vor.

„Durch die nun eingebrachten Klagen stellen wir eindeutig klar, dass es keinerlei „Verbrüderung“ mit dem ehemaligen Vorstand gibt – vielmehr distanzieren wir uns hier von einer bestimmten Geschäftsgebarung von Petrikovics und Co.“, erklärt Stefan Frömmel, Vorstand der Aviso Zeta.

Aus Sicht der Aviso Zeta haften die ehemaligen Bankvorstände für sämtliche Schäden, Folgen und Nachteile, die der Bank durch eine rechtswidrige und schuldhafte Fehlberatung von Anlegern in Bezug auf den Erwerb von Immofinanz- und Immoeast-Aktien und den daraus resultierenden Gerichtsverfahren entstanden sind bzw. zukünftig noch entstehen werden.

„Durch diese Handlung bringen wir klar zum Ausdruck, dass die Aviso Zeta letztlich der falsche Adressat für Klagen von geschädigten Anlegern ist“, betont Stefan Frömmel. „Der ehemalige Vorstand trägt die Verantwortung für die damaligen Geschäftspraktiken und damit verbundene etwaige Fehlberatungen.“

Die Aviso Zeta legt außerdem Wert auf die Feststellung, dass die bisherige Strategie auch zukünftig beibehalten wird. „Wir vertreten weiterhin die Ansicht, dass eine Vielzahl von Anlegern Opfer der globalen Wirtschaftskrise geworden sind und hierfür die Bank keine Verantwortung trägt“, so Frömmel. „Allerdings gibt es einzelne Fälle, in denen es offensichtlich zu fehlerhaftem Verhalten der ehemaligen Vorstände gekommen ist – in diesen Fällen gebietet uns die kaufmännische Sorgfalt, rechtzeitig vor Eintritt einer möglichen Verjährung Regressansprüche gegen Petrikovics, Arco und Gertner einzuklagen. Die Ex-Vorstände müssen nun für die von ihnen begangenen Fehler geradestehen.“

„Wir gehen davon aus, dass durch die nun eingebrachten Klagen die Verantwortungsfrage unmissverständlich geklärt und damit der ehemalige Vorstand zur Verantwortung gezogen wird“, so Stefan Frömmel abschließend.

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