Boom bei Wirtschaftsverfahren bringt Richter unter Druck

Boom bei Wirtschaftsverfahren bringt Richter unter Druck

Wirtschaftsverfahren sind in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Das Handelsgericht Wien etwa registierte von 2007 bis Mitte 2013 knapp 7.500 Anlegerklagen, fast 2.700 Fälle sind noch offen. Am Bezirksgericht für Handelssachen, das für Streitwerte bis zu 15.000 Euro (bis Ende 2013: 10.000 Euro) zuständig ist, waren es weitere knapp 2.300 Klagen.

"Wir haben das nur deswegen überlebt, weil viele Prozesse ruhend gestellt wurden. Auch bei den Anwälten haben die Kapazitäten nicht mehr ausgereicht", so Alexander Schmidt, Vizepräsident des Wiener Handelsgerichts (HG) und auch Rechtskonsulent des Hauptverbands der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs. Ein Ende des erhöhten Arbeitspensums ist nicht in Sicht. Schon alleine deshalb, weil nun langsam auch die Verzichtserklärungen bei den ruhend gestellten Prozessen auslaufen, teilweise liegen auch OGH-Urteile vor, die man abgewartet hat.

Trotzdem, erzählt Schmidt, gibt es am Handelsgericht Wien unter den Richtern eine positive Grundstimmung. "Die Hoffnungslosigkeit, die man sich erwartet hat, ist nicht eingetreten." Das Handelsgericht sei bei den Richtern begehrt. "Die Arbeit ist sehr interessant. Die Leute machen das gerne." Auch Schmidt selbst ist seit drei Jahrzehnten mit Leib und Seele Richter, wie er sagt.

Derzeit gibt es am HG 52 Richterplanstellen. Fünf sind ausschließlich mit Anlagecausen befasst. Wenn in einem Monat mehr als 100 Anlageklagen eingebracht werden, müssen die Kollegen einspringen.

Was es kostet, den Urlaub zu stornieren

Rechtstipps

Was es kostet, den Urlaub zu stornieren

Wer das Geschenk, bei Nichgefallen, frühestens am 10. Jänner zurückgeben kann, sollte das vorher mit dem Verkäufer ausmachen.

Recht

Geschenke: Umtausch oder Geld zurück - darauf sollten Sie achten

Rechtstipps

Fasching: Welche Verkleidung mit dem Gesetz kollidieren könnte