Apple entschädigt Verbraucher wegen überhöhter Preise für E-Book-Bücher

Apple entschädigt Verbraucher wegen überhöhter Preise für E-Book-Bücher

Nach der Verurteilung durch ein Gericht wegen Preisabsprachen einigte man sich Apple und die Kläger nun auf eine Entschädigung für die überhöhten Preise von elektronischen Büchern. Die fünf Verlage hatten es nicht auf ein Verfahren ankommen lassen und gleich einem millionenschweren Vergleich zugestimmt.

Der US-Computerkonzern Apple hat einen Streit mit Verbrauchern und mehreren US-Bundesstaaten über Preisabsprachen für elektronische Bücher gütlich beigelegt. Wie am Dienstag aus den Gerichtsunterlagen hervorging, wurde am Montag eine entsprechende Grundsatzeinigung erzielt. Diese muss das Bezirksgericht in New York noch absegnen.

Details der Einigung - wie viel Apple also zahlen wird - wurden zunächst nicht bekannt.

Die Kläger hatten 840 Mio. Dollar (620,75 Mio. Euro) Entschädigung von Apple gefordert - das Dreifache der Summe, die den Verbrauchern ihrer Ansicht nach durch die überhöhten Preise entstand. Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht in New York Apple wegen der Preisabsprachen schuldig gesprochen. Apple beteuerte, nie gegen Wettbewerbsregeln verstoßen zu haben.

In dem Verfahren legte das US-Justizministerium Apple zur Last, Ende 2009 und Anfang 2010 vor der Markteinführung des iPad-Tablets mit fünf großen Verlagen Verträge für elektronische Bücher abgeschlossen zu haben, die zulasten der Verbraucher gingen. Damals wurde der E-Book-Markt vom Online-Händler Amazon beherrscht, der Bestseller für seine Kindle-Lesegeräte zum Missfallen der Verlage deutlich günstiger verkaufte als die gedruckten Exemplare in Buchläden.

Apple bot Verlagen fixe Buchpreise an

Während Amazon selbst die Preise setzte, bot Apple den Verlagen Verträge mit einer Preisbindung an. Bei diesem Modell konnten die Verleger die Preise bestimmen, im Gegenzug erhielt Apple eine Kommission von 30 Prozent. Anschließend setzten die Verlage auch bei Amazon und anderen E-Book-Anbietern eine Preiserhöhung durch.

Die fünf Verlage Hachette, HarperCollins, Simon and Schuster, Penguin und Macmillan erklärten sich zu millionenschweren Vergleichen bereit. Apple ließ es dagegen auf das Gerichtsverfahren ankommen.

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