Alpine Bau: Rechtlicher Kraftakt

Alpine Bau: Rechtlicher Kraftakt

Die Alpine Bau ist vorerst gerettet. Noch wird in den Anwaltskanzleien fleißig an den Verträgen gefeilt, doch die größte Hürde ist einmal überwunden.

Am härtesten musste dabei mit dem Bund bzw. dessen rechtlichem Vertreter, der Finanzprokuratur, gerungen werden. Ergebnis: Die Haftung des Bundes für zwei Konsortialkredite in Höhe von 300 Millionen Euro bleibt nun zu insgesamt 50 Prozent bestehen, sie wird jedoch nicht geltend gemacht. Die großen Gläubiger verzichten zudem auf 30 Prozent der Schulden. Verkäufe von Tochtergesellschaften müssen weiter vorangetrieben werden.

Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Wochen und waren laut Beobachtern sehr hart. Das Bankenkonsortium wurde dabei von Markus Fellner (fwp) vertreten. Sein Gegenüber in der Finanzprokuratur war Präsident Wolfgang Peschorn, mit dem Fellner bereits mehrfach – unter anderem bei der Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria – zu tun hatte. Die Alpine Bau selbst wurde von der Kanzlei Freshfields unter der Federführung von Friedrich Jergitsch beraten. Insgesamt war bei dem Deal ein gutes Dutzend Juristen im Einsatz.

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