9 Tipps für Ihre Karriere: Was Sie aus "House of Cards" lernen können

9 Tipps für Ihre Karriere: Was Sie aus "House of Cards" lernen können

Chefwechsel ante portas: Präsident Walker (links) hat mit Francis Underwood (rechts) einen skrupellosen Gegner.

Sex, Macht und Intrigen: Was müssen Sie tun, um so erfolgreich zu sein wie Francis Underwood (Kevin Spacey) in "House of Cards"? Die Redaktion von Format.at hat sich die ersten beiden Staffeln des Serien-Hits angesehen - und die wichtigsten Tipps für ihre Karriere zusammen gestellt.

Politische Intrigen und Rachegelüste sind die Inhalte der US-Serie "House of Cards", die vom Video-on-Demand-Anbieter Netflix produziert wird. Mit dem Start von Netflix in Österreich sind alle bisherigen Folgen der Erfolgsserie im Web verfügbar; der ORF zeigt aktuell die zweite Staffel jeden Mittwoch Abend. Als süffisanter und zwielichtiger Politiker Francis Underwood versucht Kevin Spacey in der Serie, das Amt des US-Präsidenten an sich zu reißen - seine Widersacher sind Journalisten, Lobbyisten und natürlich der amtierende Präsident. Washington, das ist bei "House of Cards" ein Sündenpfuhl - doch wer Karriere machen will, der kann sich von der Serie ein paar Tricks abschauen. Die wichtigsten hat format.at an dieser Stelle zusammen getragen.

Warnung: Unsere Tipps beziehen sich auf die Inhalte aller bisher gezeigten Folgen; wir versuchen zwar, gegenüber Nachzüglern nicht allzu viel von der Handlung zu verraten - mit etwas Kombinationsgeschick könnte man aber unsere Anspielungen interpretieren und daraus Rückschlüsse auf das Ende der zweiten Staffel ziehen. Das Ruinieren der Spannung ist aber freilich nicht in unserem Interesse. Zudem noch ein Hinweis aus ethischer Sicht: Diese Tipps mögen ihnen Erfolg bescheren - ein moralisches Vorbild ist Francis Underwood aber ganz sicher nicht.

1. Suchen Sie sich mächtige Freunde

Die junge Journalistin Zoe Barnes wird in der Redaktion nicht respektiert - bis sie Kontakt zu Francis Underwood aufbaut und so einen direkten Draht zum Weißen Haus hat. Underwood selbst wiederum geht nach dem Motto "Halte Deine Freunde nah, und Deine Feinde noch näher" vor - und gaukelt dem amtierenden Präsidenten Garrett Walker freundschaftliche Gefühle vor. Doch Vorsicht: Wer zu nahe an die Sonne fliegt, der verbrennt sich die Flügel. Underwood beherrscht die Kunst der Intrige perfekt - für andere Menschen endet das Spiel tödlich.

2. Benutzen Sie die Schwachen

Für Underwood ist Zoe Barnes lediglich ein Stück Lehm, das er formen kann; er verwendet sie, um seine Botschaften in den Medien zu positionieren. Der Sekretärin Nancy wirft er zwischendurch mal ein Lob zu, damit sie im Gegenzug seine Feinde ausspioniert. Auch zu Sicherheitskräften, Assistenten, anderen Politikern oder dem Restaurantbesitzer Freddy hält Underwood einen guten Draht, solange dies für ihn keine Probleme verursacht. Man weiß ja nie, wann sich die Machtverhältnisse ändern und der Schwache zum Starken wird.

Zoe Barnes ist für Underwood lediglich ein Werkzeug.

3. Geben Sie manchen Leuten eine zweite Chance - aber nie eine dritte

Der Politiker Peter Russo hat ein Drogenproblem, Underwoods Assistent Doug Stamper ist ein abstinenter Alkoholiker. In beiden Fällen erkennt der Protagonist die Notlage der anderen und nutzt diese aus: Er gibt ihnen eine zweite Chance und bekommt somit loyale Partner - Doug Stamper etwa wird vom Alkoholiker zum Workaholic und würde alles für Underwood tun. Underwood selbst wiederum bleibt hart: "Ich gebe manchen Menschen eine zweite Chance, aber niemals eine dritte", flüstert er seinem Assistenten gegen Ende der zweiten Staffel zu. Ausnahmen von dieser Regel sollte man nicht machen - auch gegenüber seinem loyalsten Lakaien nicht.

4. Achten Sie auf Ihre Wortwahl

Eine stilistische Besonderheit von "House of Cards" ist, dass Francis Underwood sich gelegentlich in Richtung Kamera dreht, um das Publikum mit einem Augenzwinkern in seine Pläne einzuweihen. Gegenüber den anderen Charakteren der Serie ist er weniger direkt; hier ist nicht nur jedes Wort, sondern auch dessen Betonung genau gewählt. Andere Figuren der Serie sind weniger vorsichtig: Eine Person, die Underwood als "Mörder" bezeichnet, hat kurz darauf eine tödliche Begegnung mit einem herannahenden Zug.

5. Seien Sie sich Ihrer Schwächen bewusst

Doug Stamper weiß, welche Probleme ihm der Alkohol verursacht hat - und hütet sich davor, wieder mit dem trinken anzufangen. Weniger vorsichtig ist er jedoch in Bezug auf ein anderes Problem - hätte er diese Schwäche bewusster bekämpft, so gäbe es für die zweite Staffel der Serie wohl ein anderes Ende.

Doug Stamper: Jeder verdient eine zweite Chance - aber keine dritte.

6. Verwirren Sie Ihre Feinde

Francis Underwood setzt oft Schritte, die dem Zuschauer nicht schlüssig sind und seine Gegner verwirren - diese Undurchsichtigkeit macht zu einem großen Teil den Reiz der Serie aus. Im TV-Interview setzt er sich für den amtierenden Präsidenten ein, um hinter seinem Rücken gegen ihn zu intrigieren. Schwächeren Gegnern tut er scheinbar selbstlos einen Gefallen - im Wissen, dass Sie im Gegenzug von ihm abhängig sind.

7. Attackieren Sie Gegner an mehreren Fronten

"Wir brauchen mehrere Fronten, Remy", sagt Unternehmer Raymond Tusk gegenüber seinem Lobbyisten. Ist der Gegner in viele verschiedene Konflikte verwickelt, so kann er nicht allen die volle Aufmerksamkeit schenken und kommt irgendwann zu Fall. Es sei denn, dieser Gegner heißt Francis Underwood.

Raymond Tusk mag Vögel und hasst überbezahlte Anwälte.

8. Minimieren Sie Risiken und Angriffsflächen

Tusks Prinzip als erfolgreicher Unternehmer ist es, die Risiken zu minimieren - ein Leitsatz, der auch in der realen Wirtschaft oft Anwendung findet. Auch Underwood beklagt gegenüber dem Publikum gelegentlich die "Rebellion an allen Fronten"; kurz darauf fokussiert er sich wieder und nimmt einzelne Probleme gezielt in Angriff.

9. Lesen Sie die Nachrichten

Beim ersten Treffen mit der Jungjournalistin Zoe Barnes spricht Underwood sie auf ihre Boulevard-Artikel an. "Seien Sie nicht geschmeichelt, ich lese alles", führt er das Gespräch fort. Auf seinem Frühstückstisch liegen stets etliche Zeitungen, abends durchforstet er noch Online-Medien - wenn er nicht gerade ein Videospiel spielt, joggen geht oder einen Porno schaut. Wer gut informiert ist, der hat gegenüber dem Gegner einen Vorteil - und kann diesen dann geschickt einsetzen.

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