So gelingt der Start im neuen Job

Die ersten Tage im neuen Job bergen gewisse Risiken. Experten des Jobportals karriere.at identifizieren die gefährlichsten Stolpersteine und geben Tipps für den erfolgreichen Start.

Neuer Schreibtisch, neue Kollegen, neue Vorgesetzte, neue Aufgaben – ein neuer Job ist nicht nur spannend und bringt eine Vielzahl an Chancen mit sich. Die ersten Tage in einem ungewohnten Arbeitsumfeld bieten leider auch jede Menge Möglichkeiten, in Fettnäpfchen zu treten. Und jeder weiß: Gerade als „Frischling“ ist das doppelt peinlich. FORMAT und das Online-Jobportal karriere.at bieten einen kleinen Leitfaden für die ersten Arbeitstage: Worauf sollte man besonders achten? Und welche Chancen sollte man unbedingt nutzen, um sich schnell gut einzuleben?

Eigentlich lief an diesem ersten Arbeitstag ja alles bestens: Volle Power gegeben! Einsatzwille, Kreativität und Flexibilität an den Tag gelegt. Im ersten Meeting gleich Verbesserungsvorschläge präsentiert. Und mit dem Kollegen aus dem Nachbarbüro beim Essen auf Anhieb mordsmäßig viel Spaß gehabt. Trotzdem schleicht sich am Ende des Arbeitstages ein bohrendes Gefühl ein: Was, wenn man die neuen Kollegen durch übertriebenen Einsatz gleich einmal verprellt hat? Wenn die Optimierungsvorschläge mangels Fachwissens doch nicht so gut waren? Und war der neue Freund vom Mittagstisch nicht vielleicht doch ein Vorgesetzter?

Alles Dinge, die sich vermeiden ließen. Denn gerade im Umgang mit den neuen Kollegen sei Engagement zwar wichtig, Zurückhaltung allerdings mehr als eine noble Tugend, ist karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid überzeugt : „Zuerst einen Überblick verschaffen, viel zuhören und versuchen, ein Gefühl für die Kollegen und das gesamte Unternehmen zu bekommen. Wer weiß, wie Kollegen und Vorgesetzte ticken und wie das tägliche Zusammenleben im ‚Mikrokosmos Abteilung‘ funktioniert, tut sich auch leichter, sich selbst und eigene Ideen selbstbewusst zu positionieren.“ Um Fettnäpfchen großräumig zu umschiffen, sollte man die drei häufigsten Ursachen für mehr oder weniger peinliche Fehltritte in den Job-Anfangstagen kennen:

Fehltritt 1: Schlechte Vorbereitung

Niemand kann von Anfang an alles wissen. Aber man kann sich vorbereiten: beispielsweise Firmenwebsite und Medienberichte studieren, um Hard Facts zum Unternehmen zu erfahren, sich Namen und Gesichter von Entscheidungsträgern nochmals einzuprägen, wenn dies nicht schon vor dem Bewerbungsgespräch geschehen ist. Nichts ist peinlicher, als Vorgesetzte mit falschem Namen anzusprechen oder erste Meetings ohne Überblickswissen zum Unter- nehmen zu absolvieren.

Fehltritt 2: Mangelnde Selbstorganisation

Ein „Klassiker“ der Peinlichkeiten: Man startet gleich mit Verspätung in den neuen Job. Auch wenn objektiv nichts verloren ist und Verständnis von der Kollegenschaft signalisiert wird: ein leicht vermeidbarer Fauxpas, der immer für Gerede sorgt. Ebenso werden neue Kollegen leicht unrund, wenn man gleich zu Beginn seiner Karriere im Unternehmen mangelnden Arbeitseifer an den Tag legt. Es ist normal, dass die ersten Arbeitstage nicht gerade vor spannenden, verantwortungsvollen Projekten strotzen. Trotzdem kommt es meist besser an, wenn man nach getanem Tagwerk seinen Vorgesetzten fragt, ob man möglicherweise noch gebraucht wird, anstatt wort- und grußlos die Segel zu streichen. Zum Themenbereich „Selbstorganisation“ zählt auch das Namens-Management. Niemand kann sich Dutzende neue Namen mit dazugehörigen Aufgabengebieten auf Anhieb merken. Wer aber weiß, dass sein Namensgedächtnis generell schlechter ausgeprägt ist, der kann sich mit einer Liste und der Anwendung von Eselsbrücken behelfen. Zum Beispiel. Franz: Fensterplatz und Buchhaltung; Beate: Brille und IT …

Fehltritt 3: Distanzlosigkeit

Die Hauptursache der großen Peinlichkeiten. In diese Rubrik fällt beispielsweise, wenn man seine Kollegen gleich in den ersten Tagen – ob gewollt und berechtigt oder nicht – vor den Kopf stößt oder vor anderen bloßstellt. Niemand hat es beispielsweise gern, wenn die eigene Arbeitsweise von „Jungspunden“ ohne erworbenes Leistungsportfolio im Haus auch nur indirekt kritisiert wird. Besondere Vorsicht ist also etwa dann geboten, wenn man Projekte von etablierten Mitarbeitern fortführen soll. Was auch noch ins Auge gehen kann: gleich in den ersten Arbeitstagen allzu persönliche Dinge zu besprechen, andere auszufragen oder sich gar an Nörgeleien über andere Kollegen zu beteiligen.

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