Schüler als Firmenchefs

Schüler als Firmenchefs

Üben für die Selbstständigkeit - bei der FORMAT-Aktion "Schule macht Wirtschaft“ bauen Schüler eigene Unternehmen auf.

In einem Punkt sind sich so gut wie alle Experten der FORMAT-Aktion "Schule macht Wirtschaft“ einig: Gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation braucht Österreich mehr Gründer. Das dafür nötige Praxiswissen will die FORMAT-Aktion "Schule macht Wirtschaft“ gemeinsam mit dem JUNIOR-Projekt vermitteln.

Bei JUNIOR gründen und führen Schülerinnen und Schüler echte Firmen: Von Marktforschung und Produktenwicklung, über Finanzierung und Marketing bis zu Verkauf und Buchhaltung müssen die Jungunternehmer alle Aufgaben selbst übernehmen.

Heuer beteiligten sich mehr als 2.200 Schüler an der Aktion und gründeten mehr als 180 Unternehmen. Ausgewählte Schulen wurden im Rahmen von "Schule macht Wirtschaft“ von Experten aus der Wirtschaftskammer, A1 Telekom Austria, Coca-Cola und Wien Energie tatkräftig unterstützt.

Peter Kraill, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Burgenland, wünscht sich generell mehr solcher Praxiselemente im Unterricht: "Gerade in Handelsschulen ohne Pflichtpraktikum ist das unheimlich wichtig.“ Der Gastro-Unternehmer betreut für "Schule macht Wirtschaft“ das JUNIOR-Unternehmen Tutti Frutti Fruit Juice Bar des Pannoneums in Neusiedl am See.

Von der wirtschaftlichen Kompetenz seiner Schützlinge zeigt sich Kraill nach einem Besuch vor Ort jedenfalls überzeugt. "Das beste Projekt, das ich je erlebt habe“, so der WK-Funktionär. Er hat in den letzten Jahren bereits mehrmals an der FORMAT-Aktion teilgenommen.

Burgenland-Gewinner

Tatsächlich gehören die Jungunternehmer des Pannoneums heuer zu den besten Projekten Österreichs. Die Schülerinnen und Schüler verkaufen an ihrer Schule selbst zubereitete Fruchtsäfte und Smoothies. Mit diesem Geschäftsmodell konnten sie auch den burgenländischen Landeswettbewerb für sich entscheiden.

Die große Bedeutung einer praxisbezogenen Schulbildung betont auch Bettina Lorentschitsch, Bundesspartenobfrau Handel der Wirtschaftskammer. Gerade in Schultypen, die mit Lehrabsolventen konkurrieren, könne das ein entscheidender Vorteil sein. Die Stärke von "Schule macht Wirtschaft“ liege dabei in der Selbstständigkeit der JUNIOR-Unternehmer: "Die Schülerinnen und Schüler arbeiten nicht nur in einem Unternehmen mit, sondern bauen ihre ganz eigene Firma auf.“

Lorentschitsch besuchte die Jungunternehmer der HLW Neumarkt in der Steiermark. Ihre Gründung, TrendKapseln, setzt auf Nachhaltigkeit und stellt in Handarbeit modischen Schmuck aus gebrauchten Kaffeekapseln her.

Bei ihren Besuchen nahmen sich die beiden WK-Funktionäre auch Zeit, Fragen der Schüler zu beantworten. Drängendste Themen: die angespannte Situation am Arbeitsmarkt und die eigene berufliche Zukunft. Bettina Lorentschitsch: "Wir haben darüber gesprochen, wie man seinen Weg findet. Den perfekten Lebenslauf gibt es nicht.“ Die Praxiserfahrungen von "Schule macht Wirtschaft“ können aber zumindest ein Anfang sein.

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