Relax statt Rolex: Für die Generation Y entscheidet das Betriebsklima

Relax statt Rolex: Für die Generation Y entscheidet das Betriebsklima

Sie verändern die Berufswelt und so manche HR Verantwortliche werden aus ihnen nicht schlau: Berufsanfänger, die zwischen 1978 und 1998 geboren sind, strömen auf den Jobmarkt zu. Wie sich die „Gen Y“ selbst einschätzt, was ihnen im Berufsleben wichtig ist und für welche Unternehmen sie sich am meisten interessieren.

Es ist eine Frage des Klimas. Des Betriebsklimas. Nur wenn das passt, dann ist ein Arbeitsplatz auch interessant und begehrenswert. Zu dieser Erkenntnis kommt das Karrierenetzwerk absolventen.at in einer unter zwischen 1978 und 1988 geborenen Berufseinsteigern durchgeführten Umfrage.

94 Prozent der Befragten gaben an, dass das Betriebsklima für sie entscheidend ist, ob ein Unternehmen überhaupt als Arbeitgeber in Frage kommt. Unternehmen, die ein solches Umfeld und eine angenehme Work-Life-Balance (für 88 Prozent wichtig) bieten, haben demnach gute Chancen bei jungen Talenten. Wichtig sind diesen Talenten Rahmenbedingungen wie etwa flexibles Arbeiten, freie Zeiteinteilung und Home-Office. Beklagt wird allerdings, dass es zu wenig Unternehmen gibt, die das auch ermöglichen. Natürlich spielt auch die Bezahlung eine Rolle, doch für einen deutlich kleineren Teil der Befragten - nämlich nur zwei Drittel - ist eine "sehr gute Bezahlung" von großer Bedeutung.

Betriebsklima als Killer-Argument.

Die Vertreter der Generation Y halten sich selbst für leistungsbereit und ehrgeizig. Weitere Attribute, die sich die Befragten selbst gaben, sind weiterbildungsaffin, kritisch und kommunikativ. Wirtschaftswissenschaftler sehen die Generation Y auch als Weltverbesserer, der Wunsch "etwas zu bewegen" ist groß. Bei großen Konzernen mit internationalen Karrierechancen sehen die Berufseinsteiger die besten Möglichkeiten, dass diese Wünsche erfüllt werden. Dabei spielt die Branche eine untergeordnete Rolle

Wie sich die Generation Y selbst einschätzt.

Generation Z: Die Realisten kommen

Kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben steht auch schon die Generation Z. Die heute bis zu 16-jährigen sind die mit Smartphone, Tablet und Social Media Portalen aufgewachsen. Facebook ist für sie nur eines von vielen Netzwerken und meistens auch nicht das wichtigste. Von diesen jugendlichen Digital Natives werden so viele ein Studium absolvieren wie in keiner anderen Generation zuvor. Es bleibt abzuwarten, was sie genau vom Arbeitgeber erwarten.

Wirtschaftswissenschaftler Christian Scholz, der sich als einer der ersten im deutschsprachigen Raum mit der Generation Z beschäftigt hat, erkennt schon Tendenzen: Die Generation Z präferiert anscheinend Positionen im öffentlichen Dienst mit sicherem Festgehalt und klaren Arbeitszeiten. Sie sind keine Weltverbesser, sondern Selbstoptimierer und Realisten.

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