"Print wird ganz wegbrechen"

"Print wird ganz wegbrechen"

Österreichs Unternehmen nutzen noch Printprodukte zur Mitarbeitersuche, doch der Trend lässt sich laut StepStone nicht aufhalten.

Das Online-Jobportal TEXT StepStone sieht sich als Technologie-Plattform, über die jobsuchende Arbeitnehmer und Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern zusammenfinden – nicht mehr und nicht weniger. Bestes Signal für diesen klaren Fokus auf Suche (besser gesagt: auf das Finden, denn das Motto von StepStone lautet schließlich: „Job finden statt Job suchen“) war die Bestellung von Dorette Dülsner als neue Geschäftsführerin von StepStone Österreich. Die 45jährige gebürtige Deutsche, die schon einige Jahre in Österreich tätig ist, hat einen starken technischen Background; sie hat Erfahrung in den Bereichen Sales und IT und war unter anderem bei S&T, Microsoft und SAP tätig.

Das 1996 in Norwegen gegründete StepStone ist in Europa, Asien und den USA vertreten. In Österreich sind 25 Mitarbeiter am Firmensitz in Wien tätig, laut Dülsner zählt StepStone hierzulande „zu den drei führenden Jobbörsen.“

Profil soll zu Profil passen

Wie positioniert sich StepStone? Dorette Dülsner sagt: „„Das wichtigste Kriterium für uns: Wir wollen durch die Plattform die Anforderungsprofile der Unternehmen mit den Bewerberprofilen perfekt matchen.“ Dabei konzentriere man sich auf Fach- und Führungskräfte.Stichwort international: Grenzüberschreitende Suche nach neuen Mitarbeitern liegt im Trend. „Für Unternehmen auf der Suche nach Kandidaten wird es immer wichtiger, länderübergreifend zu suchen.“ Noch würden Österreichs Firmen dieses Angebot aber nicht allzu häufig nutzen.
Doch das ändert sich – wie die jüngste Entwicklung zeigt: „Österreichische Unternehmen suchen nun verstärkt in Spanien und Griechenland nach Fachkräften, das war bisher kaum der Fall. Die dortigen Arbeitnehmer waren auch nicht allzu mobil, das hat sich durch die Krise geändert“, berichtet Dülsner. Die technischen Grundlagen dafür seien ja nun gegeben: „Eine Internet-Jobbörse wie die unsrige macht den grenzüberschreitenden Jobmarkt erst möglich.“ StepStone decke „weltweit 85 Prozent der Jobsuchenden ab.“ Von Österreich aus könne man weltweit in 131 Ländern suchen.

Keine Zukunft für Print?

Noch vertrauen viele Unternehmen aber dem klassischen Inserat in der Zeitung. Aber nicht mehr lange, ist Dülsner sicher: „Print wird sehr stark wegbrechen, auch wenn Österreich ein starkes Printland ist.“ In Frankreich beispielsweise werde fast gar nicht mehr via Print gesucht. „Dieser Trend lässt sich auch für Österreich nicht aufhalten, das ist nur eine Frage der Zeit.“

So mancher Online-Anbieter hat seine Services nach und nach erweitert. StepStone aber will sich weiter auf das Kerngeschäft konzentrieren. Dülsner: „Wir wollen nicht in Konkurrenz mit Personalagenturen treten, wir sind eine Technologie-Plattform. Daher bieten wir auch keine Services wie Vorauswahl der Bewerber an.“ In Zukunft sollen aber verstärkt auch jene Kandidaten angesprochen werden, die gar nicht aktiv auf Jobsuche sind.

Die Jobsuche wird mobil

Gesucht wird übrigens immer häufiger nicht am PC, sondern über das Handy. „Hinsichtlich der Technologie wollen wir mobile Endgeräte forcieren, in Deutschland kommt schon ein Drittel des Traffics von Geräten wie Handys und Tablet PCs“, sagt Dülsner. In Österreich sind es derzeit 18 Prozent.

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