Österreicher lieben ihre Chefs

Österreicher lieben ihre Chefs

Arbeitnehmer wünschen sich vom Chef mehr Gerechtigkeitssinn und Einsatz für die Mitarbeiter - der Stress hat in den vergangenen Jahren aber deutlich zugenommen.

Eine aktuelle Studie deckt auf, was die Mitarbeiter sich von ihren Chefs wünschen, ob diese Anforderungen erfüllt werden - und ob sie Männer oder Frauen für die besseren Vorgesetzten halten.

Die Österreicher, ein Volk der Grantler? Nicht, wenn es nach einer aktuellen Umfrage der Jobplattform Monster geht: Demnach vergibt jeder zweite Arbeitnehmer seinem Chef Bestnoten, fast eben so viele sind immerhin einigermaßen zufrieden. Nur neun Prozent der 1000 Befragten finden ihren Chef nicht erquicklich. Die besten Noten verteilen Beschäftigten mittleren Alters, Ältere sind skeptischer.

Nur 14 Prozent der Befragten meinten, selbst einen besseren Boss als ihr Vorgesetzter abzugeben. Laut Paul Eiselsberg vom Umfrageinstitut Imas sind Ältere und Wechselwillige überdurchschnittlich häufig der Meinung, selbst den besseren Chef abzugeben. Ganz oben auf der Wunschliste der Arbeitnehmer an ihren Boss stehen Gerechtigkeitssinn und Einsatz für die Mitarbeiter.

Das wünschen sich die Mitrarbeiter

Für Arbeitnehmer zeichnet sich ihr aktueller Vorgesetzter durch gute Fachkenntnisse (55%) und Gerechtigkeitssinn (46%) aus. Darüber hinaus bestehen die Eigenschaften der aktuellen Führungskräfte darin, gute, klare Anleitungen zu geben (42%), sich für die Mitarbeiter einzusetzen (41%), stets sachlich zu bleiben und eine gute Übersicht zu haben (41%).

Zwei Aspekte wünschen sich Arbeitnehmern besonders von ihren Führungskräften: Gerechtigkeitssinn (74%) und den Einsatz für die Mitarbeiter (73%). Insgesamt scheint aber eine Reihe von Eigenschaften nötig zu sein, um als ‚idealer‘ Chef zu gelten.

Werden die Eigenschaften der Vorgesetzten mit den Wunschvorstellungen der Arbeitnehmer verglichen, so ist ein besonderer Verbesserungsbedarf zu orten bei: "Einsatz für die Mitarbeiter", "Interesse am beruflichen Weiterkommen der Mitarbeiter", "gerecht sein", "gleiche Behandlung der Mitarbeiter", sowie "ein offenes Ohr für Probleme".

Männer finden, dass Männer bessere Chefs sind

Der Großteil der Arbeitnehmer (63%) ist klar der Meinung: Führungsqualitäten sind unabhängig vom Geschlecht. Im direkten Vergleich aber gehen die Männer klar als Sieger im Verhältnis 25:4 hervor. Interessantes Detail: Während Männer überdurchschnittlich häufig ihrem eigenen Geschlecht bessere Führungskompetenzen zuschreiben, tendieren Frauen überdurchschnittlich stark dazu, die Qualitäten als Führungskraft unabhängig vom Geschlecht anzusehen. Nur Frauen, welche selbst für eine weibliche Vorgesetzte arbeiten, sehen Frauen deutlich stärker als die besseren Chefs an.

Laut der Imas-Umfrage hat ein knappes Fünftel der Arbeitnehmer in den vergangenen Monaten schon einmal daran gedacht, den Arbeitgeber zu wechseln. Das entspricht einem Rückgang von fünf Prozent im Jahresvergleich - wobei heuer erstmals das schlechte Betriebsklima die gefühlt miserable Bezahlung als wichtigsten Wechselgrund abgelöst hat. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass sich die Anforderungen geändert haben: Denn 31 Prozent der Befragten, die Veränderungen im eigenen Unternehmen beobachten, sprechen von mehr Stress und Leistungsdruck.

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