Lernen von den Besten: Top CEO's geben Studientipps

Zehn Top-CEOs sprechen über ihre Bildungswege: Wie und warum sie sich für ihre Studien entschieden haben und welche Wahl sie heute treffen würden. Eine Orientierungshilfe zum Uni-Start.

Lernen von den Besten: Top CEO's geben Studientipps
Lernen von den Besten: Top CEO's geben Studientipps

Studienbeginn in Österreich. An Fachhochschulen hat mit September das Semester begonnen, im Oktober geht es auch an den Universitäten wieder los. Die Studienanfänger stehen dabei vor einer der wichtigsten und schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens: Welches Studium sollen sie wählen? Welches Fach qualifiziert für welchen Beruf, entspricht den eigenen Talenten und macht obendrein auch noch Spaß?

Vor exakt der gleichen Qual-Wahl sind in ihrer Jugend auch die CEOs der österreichischen Topunternehmen gestanden. Zehn davon, darunter Infineon-Chefin Sabine Herlitschka, Post-CEO Georg Pölzl und Verbund-Vorstandschef Wolfgang Anzengruber, haben sich für FORMAT erinnert, wie und mit welchen Hintergedanken sie sich für ihr Studium entschieden haben.

Das Resümee: Alle zehn Topmanager würden auch unter den aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wieder die gleiche Wahl treffen und den gleichen Ausbildungsweg gehen - nach Möglichkeit allerdings mit stärkeren internationalen Ausrichtungen, Auslandssemestern oder sich gleich um einen Platz an einer internationalen Topuniversität bemühen.

Zehn Top-CEOs und ihre Bildungswege: Wie und warum sie sich für ihre Studien entschieden haben und welche Wahl sie heute treffen würden. Eine Orientierungshilfe zum Uni-Start.

Sabine Herlitschka, 49, Geschäftsführerin Infineon Austria

Ein wichtiger Einflussfaktor für Sabine Herlitschka war die Ökobewegung der 80er-Jahre. "Mich hat die Frage beschäftigt, ob Ökologie und Ökonomie ein Widerspruch sein müssen. Ob wir wirklich intelligent mit unseren Ressourcen umgehen könnten.“ Die heutige Infineon-Chefin studierte schließlich Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien. Parallel zur Arbeit in einem internationalen Unternehmen hat sie ein betriebswirtschaftliches Aufbaustudium an der TU Wien sowie etwas später einen MBA an der Donau-Universität Krems abgelegt. "Aus der Kombination von technischer, natur-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Qualifikation kann ich angesichts der häufig komplexen Anforderungen bis heute schöpfen“, sagt sie. Die BOKU biete eine Ausbildung mit Blick über den Tellerrand und lehre strukturiertes Denken in Systemen und Systemzusammenhängen: "Das wichtigste, was ich im Studium gelernt habe, ist die Fähigkeit, mich strukturiert und praxisnah mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinanderzusetzen.“ Ihr Rat an ihr 18-jähriges Ich wäre: "Mach weiter, Mädel, und lass dir den Schneid nicht abkaufen. Es ist nicht verkehrt, von sich und anderen viel zu erwarten. Jedenfalls würde ich ermutigen, Grenzen auszuloten und immer zu hinterfragen, ob das, was man tut, Freude macht. Es ist persönlich gewinnbringender, nicht unbedingt einen linearen Karriereverlauf anzustreben, sondern inhaltlich und geographisch unterschiedliche Welten kennenzulernen.“

Lesen die ganzen Artikel im neuen FORMAT Nr. 36/2015
zum Inhaltsverzeichnis und e-Paper Download

Land der Berge, Land der IT-Experten: Österreich legt zu

Österreich holt bei der Anzahl von IT-Experten auf und liegt damit leicht …

Ob Sekretärin oder IT-Leiter: Der Verdienst hängt oft nicht nur von der Qualifikation ab, sondern von der Branche, in der man arbeitet. Eine Analyse zeigt: Controller verdienen in manchen Branchen um bis zu 45 Prozent mehr.
 

Gehalt: In diesen Branchen verdienen Sie am meisten

Ob Sekretärin oder IT-Leiter: Der Verdienst hängt oft nicht nur von der …

Auf Jobsuche? Das sind die beliebtesten Branchen

Auf Kununu.com können Mitarbeiter die Stimmung in ihren Unternehmen …

Arbeite klug, nicht hart: Versöhnen Sie sich mit Ihrer To-Do-Liste

To-Do or not To-Do, das ist die große Frage. Checklisten sollen unser …