Jungunternehmer am Gipfel

Jungunternehmer am Gipfel

Ob in Wien oder Tirol, in der Küche oder am Berg - die JUNIOR-Unternehmer der FORMAT-Aktion "Schule macht Wirtschaft“ machen überall gute Figur.

Das Kochbuch einer Tourismusschule, ein Gipfelkreuz für den höchsten Berg Innsbrucks und eine digitale Prüfungsumgebung für Schulen - WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz und Wien-Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis besuchten als Experten von "Schule macht Wirtschaft“ drei JUNIOR-Unternehmen mit Produkten, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Die Schülerinnen und Schüler der Zillertaler Tourismusschulen in Tirol verwandelten ihren Lernstoff gleich direkt in wirtschaftlichen Profit. Ihre JUNIOR-Firma KochKlasse gab im Eigenverlag ein Kochbuch heraus, das genau jene Rezepte enthält, die sie auch bei ihrer bevorstehenden Diplomprüfung beherrschen müssen. Alle Rezepte wurden von den Schülern gekocht, professionell fotografiert und zum einfachen Nachkochen aufbereitet. Das Ergebnis überzeugte nicht nur Martha Schultz - die schon auf eine zweite oder gar dritte Auflage hofft -, das Kochbuch soll bald auch über den professionellen Buchhandel vertrieben werden

Das zweite von WKÖ-Vizepräsidentin Schultz betreute Projekt war selbst für die langjährige "Schule macht Wirtschaft“-Expertin eine ganz spezielle Erfahrung. Das JUNIOR-Unternehmen Modern Summits der HTL Fulpmes gestaltete ein Gipfelkreuz für die Innsbrucker Praxmarerkarspitze. Die Jungunternehmer sorgen dabei nicht nur für den Entwurf, sie fanden auch einen finanzkräftigen Auftraggeber und sind für Transport und Montage des neuen Gipfelkreuzes auf über 2.600 Meter Seehöhe verantwortlich. Diese Höchstleistung im wahrsten Sinne des Wortes beeindruckte Schultz: "Die Professionalität und Begeisterung der jungen Burschen zeigt, dass wir im Bildungsbereich wohl nicht alles falsch machen.“

Schummeln verboten. Nicht minder hoch hinaus - zumindest im wirtschaftlichen Sinn - wollen drei Schüler der Wiener HTL Rennweg. Ihr JUNIOR-Unternehmen School Network Crew arbeitet an einer digitalen Prüfungsumgebung für Schulen. Den aktuellen Entwicklungsstand präsentierten sie "ihrem“ Experten, Wien-Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis.

Das ehrgeizige Projekt will nichts weniger, als die rund 1.000 österreichischen Schulstandorte fit für den Einsatz von Tablets und Laptops im Unterricht zu machen. Die Lehrer sollen die Möglichkeit bekommen, die Geräte ihrer Schüler in Prüfungssituationen zu kontrollieren. So könnte auch bei Schularbeiten in Zukunft auf Papier und Bleistift verzichtet werden - ganz ohne Schummelgefahr.

Für den Vertrieb des aufwendigen Projekts hat das junge Unternehmen bereits einen finanzkräftigen österreichischen Geschäftspartner in Aussicht. Experte Grüneis riet ob des großen wirtschaftlichen Potenzials zur Vorsicht: "Ihr müsst hart verhandeln und unbedingt auf euer geistiges Eigentum aufpassen.“

Grüneis, der sich bereits seit mehreren Jahren regelmäßig als "Schule macht Wirtschaft“-Experte engagiert, stellte sich im Anschluss seinerseits den Fragen der Schüler: von seiner Einschätzung zu den Jobchancen der zukünftigen HTL-Absolventen - "ihr macht hier schon das Richtige.“ - über Sinnhaftigkeit und Sicherheit des Smart-Meter-Einsatzes in Privathaushalten bis hin zur Rolle von Wien Energie beim Breitbandausbau.

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