Investieren statt sparen: 5 Tipps, die persönliche Rendite bringen

Investieren statt sparen: 5 Tipps, die persönliche Rendite bringen

In sich selber investieren: Über die niedrigen Zinsen am Sparbuch zu jammern hilft nichts. Es gibt sinnvolle Alternativen. Wie die folgenden fünf Tipps, die zumindest eine persönliche Rendite bringen

Die Österreicher verabschieden sich immer mehr von einer einstigen Tugend: dem Sparen. Nach einer Erhebung des Integral-Meinungsforschungsinstitutes im Auftrag der Erste Bank planen nur mehr 35 Prozent, Geld auf die hohe Kante zu legen. Die deutliche Mehrheit, 45 Prozent, will es in Zukunft lieber ausgeben. Die Gründe dafür sind klar: Auf dem Bankkonto wird das Geld ständig weniger wert. Bei einer Inflationsrate von 1,9 Prozent und Zinsen unterhalb der Ein-Prozent-Marke macht es keinen Sinn mehr, Geld am Sparbuch zu horten. Also werden lieber Computer, TV-Geräte oder neue Autos gekauft.


Ausgespart. Statt auf dem Sparbuch Geld zu verlieren, geben es die Österreicher jetzt lieber aus.

Man könnte das Geld aber auch anders ausgeben. Der Ertrag aus einem sinnvollen Investment besteht nicht aus hohen Zinsen, vermehrtem Vergnügen oder Unterhaltungswert, sondern in einem weiteren Horizont, mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder einem gesünderen Leben.

Tipp 1

Absolvieren Sie einen Spanisch- oder Russisch-Sprachkurs

Englisch wird natürlich die wichtigste Fremdsprache bleiben. Eine Karriere ohne Englischkenntnisse ist selbst in Österreich kaum mehr möglich. Auf Platz zwei der für den beruflichen Erfolg wichtigen Sprachen liegt aber bereits Spanisch. In 21 Ländern heißt die offizielle Amtssprache Spanisch, und gerade der lateinamerikanische Markt wird für internationale Konzerne immer wichtiger.

Speziell in Österreich sind auch Ostsprachen für die berufliche Weiterentwicklung von Bedeutung. Und da steht Russisch an der ersten Stelle, trotz aller Sanktionen. Ziel sollte sein, sich weitgehend fließend unterhalten zu können. Wer nur ein paar Sprachbrocken beherrscht, sollte lieber Englisch sprechen, das von den gebildeten Russen meist auch sehr gut beherrscht wird.

Die Kosten für einen zweisemestrigen Global-Management-Kurs bei Berlitz, in dem die gewünschten Sprachen gelehrt werden, betragen 3.625 Euro pro Semester. Eine 14-tägige Sprachreise, zum Beispiel nach Madrid, kostet mit dem Anbieter EF je nach Unterbringung zwischen 2.000 und 3.500 Euro.

Tipp 2

Reisen Sie in die wichtigsten Businessstädte der Welt

Nach dem von A.T. Kearny veröffentlichten Ranking der einflussreichsten Städte der Welt für 2014 liegen New York, London und Tokio an der Spitze. Aber Hongkong, Peking, Singapur, Shanghai, Sydney, Toronto, Buenos Aires, Moskau und Istanbul sind jene Metropolen, deren Globalisierungsgrad am raschesten gewachsen ist. Der wichtigste Newcomer unter den Boomtowns ist Peking. Die Stadt sprang von Platz 14 auf Platz 8, weil sich dort immer mehr große Konzerne ansiedeln. Nicht nur die Zahl der internationalen Schulen, auch die der Museen hat sich stark entwickelt. In Afrika zählt Addis Abeba, die Hauptstadt Äthiopiens, mittlerweile zu den einflussreichsten Metropolen.

A.T. Kearny erstellt sein Ranking nach den Kriterien, wie Städte globales Kapital, Menschen und Ideen anziehen. Ein Besuch dieser Hauptstädte ist zwar meist kein erholsamer Urlaubsaufenthalt, erweitert den globalen Horizont aber mit Sicherheit.

Tipp 3

Verbessern Sie Ihre berufliche Qualifikation durch Kurse

Die betriebliche Weiterbildung ist insgesamt rückläufig. Dennoch erwarten Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter stets auf dem neuesten Stand sind. Man muss also selbst in seine "Employability“ investieren. Bei der Entscheidung, wer von mehreren Bewerbern den Job erhält, hat meist jener die besseren Karten, der den Besuch entsprechender Weiterbildungskurse nachweisen kann.

Laut einer Studie des BFI werden neben Sprachen verstärkt Kurse in Marketing, Verkauf und Kommunikation, Anwendung von Social Media und Managementtechniken von den Unternehmen verlangt. Der Besuch eines entsprechenden Kurses im Hernstein Institut (Fünf-Tages-Kurse um rund 3.500 Euro) oder sogar ein weiterführendes Studium an der Donau-Uni Krems (zweisemestrige berufsbegleitende Studien um rund 20.000 Euro) sind ein sicheres Investment in die berufliche Zukunft.

Tipp 4

Leisten Sie sich einen beruflichen Neuanfang

Man kann das Ersparte auch für einen beruflichen Neuanfang nutzen. Das sollte man freilich nur bei einem wirklich gut durchdachten Businesskonzept mit einer erfolgsversprechenden Geschäftsidee wagen. Aber gerade für die ersten Monate der Selbständigkeit ist ein vorhandener finanzieller Polster natürlich besser als ein Bankkredit, der zusätzliche Kosten verursacht.

Tipp 5

Investieren Sie in Ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit

Geld für Sport und das eigene Wohlbefinden auszugeben, bringt mehr als jedes Sparbuch. Und der Besuch eines Fitnessstudios macht sich bezahlt.

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