Hobbys im Lebenslauf: Fünf Fehler, die man vermeiden sollte

Hobbys im Lebenslauf: Fünf Fehler, die man vermeiden sollte

Hobbys im Lebenslauf geben Personalmanagern einen Eindruck von der Persönlichkeit.

Briefmarkensammeln, Fußball oder doch Fernsehen? Eine der schwierigsten Fragen, beim Erstellen eines Lebenslaufs für eine Bewerbung lautet: Soll man Hobbys angeben? Wenn ja, welche? Eine aktuelle Umfrage unter Personalmanagern gibt darauf eine eindeutige Antwort: Unbedingt!

Soll man Hobbys bei einer Bewerbung im Lebenslauf anführen oder nicht? karriere.at, Österreichs größtes Jobportal hat dazu Personalmanager befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Bewerber sollten ihre Leidenschaften auf jeden Fall in ihre Lebensläufe schreiben. Das kommt bei den Personalverantwortlichen immer gut an. 42 Prozent der Umfrageteilnehmer finden persönliche Interessen im CV sympathisch. Weitere 40 Prozent sehen diese als unentbehrlich. Doch wie am besten vorgehen? Fünf Fehler, die den Weg zum neuen Job verbauen könnten.

Nicht nur bei Berufseinsteigern können Hobbys Lebenslauf zum entscheidenden USP werden, wenn es darum geht, die eigene Kompetenz zu unterstreichen. Ganz wichtig dabei: Hobbys und persönliche Interessen sollten in einem Lebenslauf die eigene Persönlichkeit und die in einem Job geforderten Fähigkeiten idealerweise unterstützen. Hat man seine Auswahl getroffen, heißt die Devise – wie so oft: Weniger ist mehr.

Fehler Nr.1: Erfundene Hobbys

Der Plan erschien gut: Literatur, Theater, Marathon, Hochgebirgstouren im Unterpunkt angeführt. Also Intellekt, Kulturaffinität, Leidensfähigkeit und große Ausdauer als persönliche Boni aufs Tableau gebracht. Doch dann – beim Bewerbungsgespräch – die große Pleite: „Und, was ist denn so Ihre Marathon-Bestzeit?“, „Woyzeck im Landestheater schon gesehen?“, „Was halten Sie vom neuen Elfriede-Jelinek-Buch?“ Drei Fragen, mit denen man nicht gerechnet hat. Fragen, die eigentlich das Eis im Bewerbungsgespräch brechen sollten entlarven den Kandidaten als Blender noch bevor das Gespräch überhaupt in Gang gekommen ist. Daher: Finger weg von erfundenen Hobbys!

Fehler Nr.2: Zu viele Hobbys

Wer 23 Hobbys anführt, die alle mit entsprechendem Zeitaufwand verbunden sind, gibt dem Personalchef nicht unbedingt zu verstehen, dass man beruflich den größten Zug zum Tor hat. Diese werfen im schlechtesten Fall bei diesem wahrscheinlich eher die Frage auf, wie viel Zeit der Bewerber dann tatsächlich in der Arbeit zu verbringen gedenkt. Und ob man sich mit dem potenziellen Mitarbeiter nicht jemanden einfängt, der täglich Punkt 17 Uhr seinen Arbeitsplatz räumt, um sich seinen Leidenschaften zu widmen. Keinesfalls sollte die Zahl der Hobbys die Anzahl der beruflichen Qualifikationen, Schulungen und Seminarteilnahmen übersteigen!

Fehler Nr.3: Die falschen Hobbys

„Fernsehen“, „Faulenzen“, „Süßigkeiten“ – wer Hobbys anführt, sollte unbedingt darauf achten, dass diese auch relevant sind. Im besten Fall nur jene Hobbys anführen, die Ihre persönlichen Kompetenzen für den angestrebten Job und Ihre beruflichen Ambitionen unterstreichen.

Fehler Nr.4: Selbstverständliche Hobbys

Wer sich als Investmentbanker bewirbt, sollte vermeiden, als Hobbys „Wirtschaft“ und „Aktienkurse“ anzuführen. Das setzt der künftige Chef nämlich voraus. Ebenso, dass man als Deutschprofessor ein Faible für „deutsche Klassiker“ hat oder als Autoverkäufer für … klar: Autos. Wer es geschafft hat, sein größtes Hobby gleichzeitig auch zum Beruf zu machen, sollte im Lebenslauf stärker ins Detail gehen und versuchen, sich einzigartig zu machen. Um beim Autoverkäufer zu bleiben: Anstatt der banalen „Autos“ könnten Dinge wie „Design“, „Motorentechnik“ oder „PKW-Fachliteratur“ angegeben werden.

Fehler Nr. 5: Gar keine Hobbys

Die eingangs erwähnte Umfrage sollte gerade Berufseinsteiger motivieren, ihren Lebenslauf um wesentliche Details zu ergänzen: Gerade wer noch über keine berufsspezifischen Kompetenzen und Erfahrungswerte aus der Praxis verfügt, sollte anführen, wo man bereits Verantwortung übernehmen und in Teams zusammenarbeiten konnte: Das kann die Leitung eines Jugendlagers ebenso sein, wie das Training einer Nachwuchs-Skimannschaft oder die ehrenamtliche Mitarbeit bei Rettung, Feuerwehr oder einem sozialen Verein.

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