Göteborg testet 6-Stunden-Arbeitstag

Göteborg testet 6-Stunden-Arbeitstag

Wer kürzer arbeitet, ist produktiver - das besagt zumindest eine OECD-Studie aus dem Jahr 2012. Die Stadt Göteborg testet das Konzept, Kritiker wittern Populismus.

Nur noch sechs Stunden täglich arbeiten und trotzdem das gleiche Gehalt beziehen? Was für viele Angestellte wie ein Traum klingt, soll für 20 bis 30 Mitarbeiter der Stadt Göteborg wahr werden: Berichten in verschiedenen internationalen Medien zufolge startet der rot-grüne Stadtrat einen Versuch, um festzustellen, ob eine kurze Arbeitszeit sich positiv auf die Produktivität auswirkt.

Hintergrund des Versuchs ist eine Studie unter OECD-Ländern aus dem Jahr 2012, laut der das erwirtschaftete BIP pro Arbeitsstunde höher ist, je weniger Stunden insgesamt gearbeitet wird. Befürworter des Sechs-Stunden-Modells führen basierend darauf an, dass kürzer arbeitende Menschen seltener krank und deutlich ausgeschlafener sind; außerdem machen sie weniger Pausen. Gegner des Modells wittern politischen Populismus und verweisen darauf, dass ähnliche Versuche keine statistisch messbaren Verbesserungen ergeben haben.

Für die Schweden dürfte sich während des Versuchs jedenfalls eine angespannte Situation ergeben: Denn während die Versuchsgruppe des Experiments früher Feierabend machen kann, sitzt die Kontrollgruppe wie gewohnt 40 Stunden im Büro.

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