Das können Führungskräfte von Star Trek lernen

Die Crew des "Raumschiffes Enterprise" mit u.a. Walter Koenig, George Takei, DeForest Kelley, Michelle Nichols, William Shatner, James Doohan und Leonard Nimoy.

Die Crew des "Raumschiffes Enterprise" mit u.a. Walter Koenig, George Takei, DeForest Kelley, Michelle Nichols, William Shatner, James Doohan und Leonard Nimoy.

Viele Fans der Serie Raumschiff Enterprise sind von den bunten Kostümen, den schrulligen Charaktären und der visionären Technik begeistert. Diese Elemente verhalfen der Serie spät, aber doch, zu Kultustatus. Das wirklich beeindruckende sind jedoch die Geschichten die das Team der Enterprise erlebt und die Herausforderungen, die sie meistern. Format.at hat für Sie zusammengefasst, was Führungskräfte heute noch von Captain Kirk und den Einsätzen des Raumschiff Enterprise lernen können.

Unter der Leitung von Captain James T. Kirk löst das Team der Enterprise immer wieder unmögliche Herausforderungen und Probleme meistert. Format.at hat zusammengefasst, was das ungewöhnliche Team ausmacht, was es zusammenhält und warum so erfolgreich ist.

Gene Roddenberry, der Erfinder von Raumschiff Enterprise, kannte sich mit Organisationsmanagement und herausfordernden Situationen aus. Der Drehbuchautor der Science-Fiction-Serie flog selbst viele Bomberpilot-Einsätze im zweiten Weltkrieg und arbeitete nach 1945 noch einige Jahre als Pilot bei der PanAm. In dieser Zeit war er bei einer Rettungsmission nach einem Absturz in Syrien beteiligt. Bis Mitte der 1950er Jahre arbeitete er als Seargeant bei der Polizei in Los Angeles. 14 Jahre lang versuchte er sich als Drehbuchautor, bis die Idee zum Raumschiff Enterprise 1964 verfilmt wurde. Roddenberry war zu dem Zeitpunkt 42 Jahre alt.

1) Höre niemals auf zu Lernen

Wer kennt sie nicht, die „schlechteste Kampfszene aller Zeiten“: In der „Arena“-Episode kämpft Captain Kirk gegen einen Gorn. Kirk ist ein Typ mit Hands on Mentalität.
Er geht bei Einsätzen mit hinaus, packt an und setzt Lösungen um. Außerdem hat er eine Leidenschaft neue Dinge zu lernen. Im Einzelkampf gegen das hochentwickelte Wesen benutzt der Leader der Crew sein Wissen und improvisiert mit den ihn umgebenden Gegenständen. So baut er ein Gewehr um den Gorn abzuwehren. Im 23. Jahrhundert kämpft man mit Phasern und Photonentorpedos und das Wissen um das Mischen und Anwenden von Schießpulver scheint völlig wertlos.

Kirk fights a Gorn, in an episode from the first season, "Arena."

Das Verknüpfen und Improvisieren dieses Wissens und der Mut etwas zu riskieren haben Captain Kirk aber in dieser Situation gerettet. Je mehr Wissen man sich aneignet, desto kreativer und innovativer kann man damit umgehen. Weiterbildung und stete Neugier erweitern das Spektrum an Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.

2) Umgebe Dich nicht mit Ja-Sagern


"Einer der Vorteile ein Captain zu sein, Doktor, ist die Möglichkeit nach Rat zu fragen ohne ihm folgen zu müssen."

Kirk, Spock und McCoy könnten unterschiedlicher nicht sein. Kirk umgibt sich bewusst mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Geschlechts und Expertise. Seine zwei engsten Berater sind Mr. Spock der Vulkanier und emotionslose Logiker und McCoy, der mifühlende Mensch mit wissenschaftlicher Neugier. Sie widersprechen sich und sind gemeinsam doch stärker als jeder allein. Die Diversität des Teams macht sie unschlagbar. Der Kitt im Team ist das Vertrauen, dass sich alle entgegenbringen. Kirk ist der unbestrittene Captain und doch hat jeder seinen Kompetenzbereich und seine Verantwortung zu tragen.

Lernstil-Gitter nach Kolb (1976)

Oft werden Teams nach dem "Ähnlichkeitsprinzip" zusammengesetzt. Das stärkt aber immer den gleichen Bereich, den gleichen Typ, in einem Team. Leute, die denken und handeln wie Sie, bringen nichts Neues ein, machen ein Team nicht stärker in seinen Schwächen. Nach Kolb gibt es vier Typen von Lernstilen oder Problemlösern. In einem guten Team sind alle Typen vertreten. Captain Kirk wäre wohl eher der Umsetzer, Mr. Spock der typische Verknüpfer und McCoy ein Brainstormer. Auch wenn Spock und McCoy sich in ihrer Beratertätigkeit oft in die Haare kriegen, nutzt Kirk den Input um die richtige Entscheidung zu treffen. Oftmals entsteht die Lösung als "dritter Weg" unabhängig von beiden Ratschlägen.

Eine Führungskraft, die sich ein Team sucht, das sich unterscheidet, demonstriert großes Selbstvertrauen. Diversität nährt eine Kultur, die Innovation und Kreativität hervorbringt. Bemerkenswert ist auch die internationale Zusammenstellung der Raumschiff-Crew. Erstmals nahm eine schwarze Schauspielerin ( Nichelle Nichols als Nyota Uhura) eine derartige Rolle in der Filmgeschichte ein, auch Lieutenant Hikaru Sulu, gespielt von dem japanischstämmigen George Takei, bereichert das Team. In einigen Ländern wurde deswegen die Serie in den 1960er Jahren nicht gezeigt. Uhura beherrscht viele Sprachen und Sulu ist ein sehr guter Pilot. Die unterschiedlichen Fähigkeiten zählen für Captain Kirk in seinem Mulit-Kulti-Team.

3) Sei ein Teamplayer

Hätte Captain Kirk ein eigenes Büro gehabt, hätte man ihn wohl selten zu Gesicht bekommen. Der Leiter der Crew ist immer mittendrin im Geschehen. In dem offenen, zentral organisierten Raum sitzt er in seinem Sessel unmittelbar umgeben von seinen wichtigsten Mitarbeitern. Er ist immer ansprechbar und es herrscht eine offene Kommunikationskultur.

Bei interessanten Expeditionen bleibt der Captain nie im Schiff und scheut sich vor Gefahren oder davor, sich die Hände schmutzig zu machen. Er ist als Teil des Teams immer mit dabei. Kirk schiebt keine Assistenten und Sektretäre zwischen sich und das Team. Natürlich gibt es in einer Führungsposition viel zu delegieren und es gilt sich den Rücken für die wirklich wichtigen Dinge freizuhalten. Ab und an ist aber Bodenhaftung gefragt. Gehen Sie öfter einmal raus aus Ihrem Büro, mischen Sie sich unter das Team und packen Sie mit an. Captain Kirk ist eine Führungskraft, die von ihrem Team etwas verlangt, was sie selbst nicht tun würde. Die Crew der Enterprise weiß Kirks Einstellung zu schätzen und dankt ihm seinen Einsatz mit Loyalität und Respekt.

4) Spiel Poker, nicht Schach


"Nicht Schach, Spock... Poker! Kennen Sie dieses Spiel?"

In der Episode "Pokerspiele" ist das Team der Enterprise einer kniffligen Situation ausgesetzt. Mr. Spock, der strenge Logiker, vergleicht den Angriff mit den Regeln beim Schach. Schachmatt und das Spiel ist vorbei. Captain Kirk setzt sein menschliches und psychologisches Wissen ein und setzt auf Bluff. Er teilt dem Gegner mit, die Enterprise ist mit der schützenden Substanz Corbomit ausgestattet, die, wenn das Schiff angegriffen wird, mit gleicher Kraft zurückschlägt.

Schach mit seinen Regeln ist eine nur allzu oft verwendete Metapher für Strategien, auch bei Unternehmensberatern. Schach basiert auf definierten Regeln, die auf mathematischen Berechnungen beruhen. Das Leben fordert aber mehr als Schubladen-Denken und Begrenztheit. Die großen Herausforderungen sind ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten und weniger mit definierten Regeln zu meistern. Seinen Mitspieler und Konkurrenten zu kennen, ihn einzuschätzen und auf ihn einzugehen, ist eine größere Stärke als sich auf Regeln und Logik zu berufen.

5) Kill your Darlings

In sämtlichen Episoden der Serie wird klar, dass Captain Kirk sein Raumschiff liebt. Er hat keine Liebesbeziehung und gründet auch keine Familie - das Schiff ist sein Ein und Alles. In Star Trek III: "Auf der Suche nach Mr. Spock " trifft Captain Kirk eine folgenschwere Entscheidung.. Um die Klingonen zu besiegen und sich und sein Team zu retten, sprengt er das Raumschiff. In der Rolle als Führungskraft oder Unternehmer verfolgt man so manches Projekt mit Leidenschaft und höhstem Einsatz. Umso schwerer ist es Veränderungen zu akzeptieren. Die Zeiten ändern sich: Neue Produkte bestimmen den Markt, neue Techniken werden entwickelt. Um das Unternehmen und das Team voran zu bringen ist es manchmal notwendig loszulassen und die Enterprise zu sprengen.

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