Essen ist eine Wissenschaft

Essen ist eine Wissenschaft

Fünfsemestrige Ausbildung der Uni Salzburg soll breites, interdisziplinäres Wissen zu Lebensmitteln verschaffen.

„Orchideenstudien“ nannte vor einigen Jahren der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser jene Bildungswege, die seiner Meinung nach wenig Bezug zur Realität haben. Einige Jahre später wird über seinen eigene Realitätsverweigerung diskutiert und so genannte Orchideenstudien sind oft brauchbarer als so manche angeblich praxisbezogene Ausbildung. Wie würde Grasser wohl zum Studium der „Gastrosophischen Wissenschaften“ sagen? Genau so nennt sich ein postgradualer Lehrgang der Universität Salzburg, der im Herbst bereits zum fünften Mal startet.

“Spannende Zeiten“

„Wir leben, was das Essen anbelangt, in spannenden Zeiten“ zitiert Professor Lothar Kolmer, Leiter des Zentrums für Gastrosophie einen Molekulargastronomen. Spannend wird der Lehrgang jedenfalls, schließlich steht nicht einfach Essen in achthundert Abstufungen auf dem Programm, sondern es wird Ernährungswissen aus Geschichte, Philosophie, Soziologie, Medizin, Kunst, Technologie und Recht gelehrt. Fünf Semester dauert der Lehrgang, der berufsbegleitend konzipiert ist und daher an insgesamt 48 Wochenenden stattfinden wird. Geplant sind jede Menge praktischer Erfahrungen für die zukünftigen Essens-Master, etwa Exkursionen und Praktika.

Laut Kolmer soll der Universitätslehrgang „umfassendes, vernetztes Wissen“ über Lebensmittel und über die Umbruchsbewegungen in der Lebensmittelbranche vermitteln. Die Absolventen sollen umfassend und interdisziplinär über Herkunft, Verarbeitung, Zubereitung, Geschmack und Wirkung von Lebensmitteln Bescheid wissen.

Infos unter www.gastrosophie.at Anmeldeschluss für den im Herbst startenden Lehrgang ist der 15. August.

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