Erasmus: Karriere im Namen Europas

Erasmus: Karriere im Namen Europas

Die österreichischen Pioniere des EU-Studentenaustauschprogramms Erasmus sind in den Chefetagen von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft angekommen. Proeuropäisch sind sie allesamt geblieben, doch viele kritisieren Mutlosigkeit und mangelnden Elan beim europäischen Projekt.

Ein deutlicheres Signal in Richtung Brüssel hätte Matteo Renzi kaum senden können: "Unsere Großväter haben noch im Krieg gekämpft, wir haben das Glück, die Erasmus-Generation geworden zu sein“, tönte der neue italienische Premier bei seinem Amtsantritt. Renzi, der 39-jährige Florentiner, hat zwar selbst nie im Ausland studiert, will europapolitisch aber als personifiziertes Gegenprogramm zu seinem Vorvorgänger Silvio Berlusconi punkten. Denn mit nationalistisch-chauvinistischen Sprüchen, das haben die Italiener spätestens in der Krise gelernt, lässt sich heute kein Staat mehr machen.

Das EU-Programm Erasmus , benannt nach dem großen niederländischen Humanisten Erasmus von Rotterdam, steht seit 1987 für Reisen, Feiern und Studieren - in dieser Reihenfolge. Drei Millionen Europäern hat es Auslandsaufenthalte während des Studiums ermöglicht, davon rund 70.000 österreichischen Studenten. Das ist noch immer weniger als ein Prozent der Bevölkerung, also ziemlich elitär. Weil aber die Pioniere dieses Programms nun in den Chefetagen angekommen sind, gibt es enorme Multiplikatoreneffekte: Erasmus steht weniger für ein Programm als für ein Lebensgefühl.

Neos-Chef Matthias Strolz etwa begründet seine überbordende Europabegeisterung mit seinem Erasmus-Aufenthalt an der Dublin City University Mitte der Neunzigerjahre. BZÖ-Kurzzeit-Spitzenkandidatin Ulrike Haider-Quercia wurde ihre europafreundliche Haltung im eurokritischen Umfeld der Partei ihres Vaters, Jörg Haider, wohl zum Verhängnis. Denn egal, ob Unternehmer, Uniprofessor oder NGO-Manager - kaum einer der Erasmus-Frühstarter, der nicht auch Jahrzehnte danach noch für die europäische Sache brennt.

Zweierlei spiegeln die folgenden sieben Porträts wider: zum einen, dass es mehr Frauen sind, die den Schritt über die Grenze gewagt haben - in Österreich in den letzten Jahren durchwegs mehr als 60 Prozent der Erasmus-Absolventen. Und zum anderen, dass die erste Generation an ihren Nachfolgern "den Schwung vermisst“, wie es Richard Kühnel formuliert, Leiter des EU-Kommissionsbüros in Österreich.

Das Programm ist zuletzt selbst ins Krisengerede gekommen: Trotz neu geschaffener Austauschmöglichkeiten im Sport- oder Unternehmerbereich, die unter den Namen Erasmus+ und Erasmus for Young Entrepreneurs laufen, haben die Folgen des Schweizer Referendums gegen Einwanderung im Februar einen gehörigen Dämpfer gebracht. Die EU hat die Schweiz in der Folge von Erasmus und anderen Forschungsprogrammen ausgeschlossen. Und trifft damit ausgerechnet jene Jungen, die willens sind, die nächste Erasmus-Generation zu formieren.

Andrea Hauleitner, 35


Bild: © trend/Ian Ehm

Tagsüber arbeitet sie als kaufmännische Geschäftsführerin einer Porr-Tochterfirma im deutschen Wellen an der Mosel. Die ist auf den Dolomit-Abbau für die Dünge-, Futtermittel- und Bauindustrie spezialisiert. Abends kauft sie in einem Supermarkt in Luxemburg ein oder geht Abendessen in Frankreich. Hauleitners Arbeitsort befindet sich mitten in Europa, und das empfindet sie als besonderes Glück ihrer Generation.

"Erasmus hat in mir fast eine Sucht ausgelöst“, sagt die in Wien aufgewachsene Managerin. 2000 ging sie im Rahmen ihres Studiums für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der FH Eisenstadt nach Paris. Später folgten ein Semester in Moskau und viele Arbeitseinsätze im Ausland: zweieinhalb Jahre in Algerien, viereinhalb in Rumänien, meist für Multis wie Siemens oder Porr.

Die europäischen Probleme hat sie gleichsam an der Front miterlebt. Die Erasmus-Zeit in Paris fiel mit den EU-Sanktionen gegen Österreich zusammen, nachdem Jörg Haiders FPÖ in die Regierung geholt worden war. Hauleitner musste sich oft verteidigen und rechtfertigen. Später bekam sie in Rumänien die Währungsturbulenzen eines Nicht-Euro-Landes zu spüren. Und ihre Zeit in Russland hilft ihr aktuell, auch die andere Seite des Ukraine-Konflikts zu sehen.

Bei all dem überwiegt die Überzeugung, dass durch systematisches Grenzüberschreiten auch die Barrieren im Kopf fallen können: "Meine Großmutter hätte sich im Grab umgedreht, wenn sie gewusst hätte, dass ich Russisch lerne. In ihrer Generation waren die Russen noch das größte Feindbild“, sagt sie.

Ideen, die EU zu verbessern, hat sie viele. Dass die Deutschen am Atomausstieg kiefeln, während die Franzosen neue Kraftwerke planen - diese Diskrepanz könne man nur durch eine koordinierte Energieunion lösen. Die Abgeordneten zum EU-Parlament würde sie lieber vom Nationalrat entsenden lassen. Eines kann sie sich nach fast zehn Jahren im Ausland nicht so richtig vorstellen: "Dass ich einmal wieder dauerhaft in Österreich bin.“

Georg Kopetz, 40


Bild: © trend/Ian Ehm

In den Nationalstaaten sieht der Unternehmer eines der Haupthindernisse des europäischen Einigungsprozesses, diese gilt es seiner Meinung nach zu überwinden - ohne dem Zentralismus zu huldigen: "Wir brauchen starke Regionen wie die Alpe-Adria-Region oder die Twin-City-Idee zwischen Wien und Bratislava.“

Schon als 20-Jähriger hat er sich für Europa ins Zeug gelegt - in einer überparteilichen Bürgerinitiative, die bei der Abstimmung im Juni 1994 für das Ja zum Beitritt warb. Internationalität ist ihm in die Wiege gelegt worden: Zwischen 1978 und 1982 hat er mit seinen Eltern in Westberlin gelebt; die Mauer hat er schon im Volksschulalter als etwas Bedrohliches kennengelernt. Umso größer war seine Euphorie nach der Wende - Kopetz befand sich unter den Ersten, die Mitte der Neunziger via Erasmus ins Ausland gingen - zum Jusstudium nach Paris.

Heute, meint er, fände generell eine Politikentfernung statt, die sich auch auf das Verhältnis zur EU niederschlage: "Es fehlen Herz und Seele ebenso wie die großen Persönlichkeiten.“ Er selbst ist freilich nach wie vor "extrem angetan“ von dem Jahrhundertprojekt. Das von ihm mitgegründete Hightechunternehmen TTTech, das als Zulieferer der Flugzeug- und Autoindustrie erfolgreich ist, erzielt über 60 Prozent der Umsätze in EU-Europa. Es hat Niederlassungen in Bukarest, Brünn, Brixen, Ingolstadt und Toulouse. Von der Teilnahme an europäischen Forschungsförderungsprogrammen "profitieren wir enorm“, sagt Kopetz.

Dass der Kontinent in die zersplitterte Bedeutungslosigkeit zurückfällt, will er deshalb aktiv verhindern. Gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten, Führungskräften aus ganz Europa, die sich beim Forum Alpbach 2013 kennen gelernt haben, hat er die Initiative aim4europe ins Leben gerufen. Erstes Ziel: das Interesse für Europa anzukurbeln und durch eine hohe Wahlbeteiligung am 25. Mai die demokratische Legitimation für das Projekt zu sichern.

Ungewöhnlich für einen Unternehmer, sieht er auch in der Verteilungsgerechtigkeit einen Kernwert europäischer Identität, daher gelte es, Steuern auf Arbeit zu reduzieren und jene auf Konsum und Kapital tendenziell zu erhöhen. Den Staat selbst will er aber möglichst schlank halten.

Ulrike Haider-Quercia, 37


Bild: © trend/Ian Ehm

Sie hätte die erste österreichische EU-Parlamentarierin mit Erasmus-Background sein können. Doch Mitte April zog die Tochter von Jörg Haider plötzlich ihre Kandidatur als Listenerste des BZÖ, des von ihrem Vater begründeten Bündnisses, zurück - unter anderem, weil ihre proeuropäische Linie vielen in der euroskeptischen Partei nicht geheuer war, wie es heißt. Sie selbst will das Thema im Detail nicht mehr kommentieren, hält aber fest: "Der derzeitigen EU als Institutionenapparat stehe ich sehr kritisch gegenüber. Durch mein Studium und Arbeiten in Europa habe ich aber natürlich eine Begeisterung für unseren Kontinent. Nach dem Ende der Trennung Europas im Kalten Krieg waren wir die Ersten, die ganz neue Möglichkeiten hatten, etwa eine nie dagewesene Mobilität zwischen den europäischen Städten.“

Diese Ur-Begeisterung wurde bei einem Erasmus-Aufenthalt 1997/98 in Paris entfacht - just in einer Zeit, als ihr Vater, damals FPÖ-Chef, zuhause vor der geplanten EU-Osterweiterung als "Vernichtungsfeldzug gegen die heimische Landwirtschaft“ warnte. In der Familie habe es heftige Diskussionen gegeben, erinnert sie sich in einem "profil“-Interview: "Ich hab’ gesagt: Lieber Papa, uns bringt Europa auch Chancen. Er hat gesagt: Europa ist so unterschiedlich, dass ein zentralistisches System uns in Schwierigkeiten bringen wird.“

Wofür Haider-Quercia, Rechtsdozentin an der Privatuni Marconi in Rom, kämpfen würde: die Mobilität in Europa auch für KMU und Selbstständige zu erleichtern, den Abbau der Bürokratie voranzutreiben und die Kommission, "die ja die nationalstaatliche Logik widerspiegelt“, zu verkleinern. Ein Austritt aus der EU käme für sie keinesfalls in Frage. Ob sie noch einmal für einen EU-Job kandidieren wird? "Ich könnte es mir vorstellen, wenn die Zeit reif ist für eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“

Henrietta Egerth, 43


Bild: © trend/Ian Ehm

Die studierte Handelswissenschaftlerin war eine der Ersten, die von der Linzer Uni aus für ein Jahr nach Nantes gingen. 1994 war die Infrastruktur für Studierende aus dem Ausland noch nicht so komfortabel ausgebaut wie heute, deshalb waren Selbstorganisation und Zähigkeit gefragte Tugenden der Erasmus-Pioniere.

Beruflich haben sich die Grenzen für die Chefin der Forschungsförderungsgesellschaft FFG längst aufgelöst: Egerth ist persönlich für die europäischen Programmbereiche zuständig: "Wir begleiten bereits 3200 Beteiligungen österreichischer Partner in Europa, man kann das gar nicht mehr in Österreichisch und Europäisch trennen.“

Umso schlimmer schätzt sie nun die Signale des Schweizer Einwanderungs-Referendums im Februar ein: "Das ist eine katastrophale Entwicklung für die Wissenschafts- und Forschungscommunity, die ja auf Austausch angewiesen ist.“ Sie hofft dennoch, dass der Volksentscheid ein Warnruf gewesen ist und keine Nachahmer findet.

Über Wirtschaftskrisen sei den Bürgern Europa schwer zu erklären: "Die EU hat ein Kommunikationsproblem, das auf einem Verfasstheitsproblem gründet“, meint sie: "Sie ist ein Zwitterwesen aus Bundesstaat und Staatenbund. Der EU fehlt die Finalität.“ Ein wenig trauert sie Helmut Kohl, François Mitterand und Kommissionspräsident Jacques Delors nach - Anfang der 90er-Jahre waren starke Europäer auf allen Ebenen präsent. "Außenpolitisch tritt die EU viel zu uneinheitlich auf. Catherine Ashton und Herman van Rompuy werden bei internationalen Terminen ja oft nicht einmal eingeladen“, meint die FFG-Geschäftsführerin und fordert: "Es braucht die besten Leute für Europa.“

Erasmus jedenfalls, das war für sie der "barrierefreie Einstieg in das Thema Auslandserfahrung. Es gibt keine Alternative dazu, solche Programme in den nächsten Jahren zu verstärken.“

Richard Kühnel, 44


Bild: © trend/Ian Ehm

"Ich vermisse den Schwung von damals“, sagt der gebürtige Grazer. In Sachen Europa gebe es heute eine "gewisse Selbstverständlichkeit, die zur Sättigung führt“. Unmittelbar nach 1989, als der Eiserne Vorhang gefallen war, hätten dagegen Pioniergeist und Aufbruchsstimmung geherrscht. Es war die Zeit, als Kühnel in Graz studierte, und im ersten österreichischen Erasmus-Jahr 1992 war er dann auch gleich weg - Richtung Lyon. Heute ist er an vorderster Front für Europa in Österreich tätig: Seit 2008 leitet er die Niederlassung der EU-Kommission in Wien.

Was muss sich in seinen Augen in Europa ändern, damit es im künftigen Weltkonzert mitspielen kann? Zunächst einmal, dass wieder mehr Europäer bei den Wahlen partizipieren. Nach zuletzt 46 Prozent Wahlbeteiligung soll am 25. Mai die 50-Prozent-Hürde genommen werden, setzt sich Kühnel als Ziel. Personalisierung soll den Identifikationsgrad verbessern helfen, "es gibt diesmal ja erstmals eine Spitzenkandidaten-Diskussion auf europäischer Ebene“. Und am Ende des Weges hält es der Jurist "für wünschenswert, wenn es die Direktwahl eines europäischen Präsidenten gibt“. Bloß: Zeithorizont dafür wagt er keinen anzugeben.

Die Fehler sieht er sehr wohl: "Die Motive hinter europäischer Regulierung, etwa beim Nichtraucherschutz, werden zu wenig erklärt.“ Dazu brauche es aber auch ein Commitment der nationalen Politiker. Eine Zusammenlegung von Kompetenzen der Nationalstaaten bedeute nicht, dass diese abgeschafft werden müssten.

Paradox sei, so Kühnel, dass man Europa Krisen wünschen müsse - beherrschbare Krisen. So habe auch die schwere Wirtschaftskrise der letzten Jahre dazu geführt, dass die EU-Länder sich nun auch wirtschafts- und budgetpolitisch stärker koordinieren werden. Und selbst der Ukraine-Russland-Krise kann er Positives abgewinnen: wenn es gelingt, dass die EU in der Außenpolitik mit einer einheitlichen Stimme spricht.

Elisa Trossero, 40


Bild: © trend/Ian Ehm

Ein europäischer Lebenslauf, gespickt mit symbolischen Orten: Die gebürtige Italienerin aus Turin hat 1997/98 in Maastricht studiert, jenem holländischen Grenzort, in dem fünf Jahre davor der berühmte Maastricht-Vertrag unterzeichnet wurde - der Startschuss für die Wirtschafts- und Währungsunion. Später hängte sie Ausbildungsmonate in Straßburg an, wo ja auch das EU-Parlament tagt, und absolvierte Praktika bei der EU-Kommission in Brüssel. Und auch dass sie heute in Wien ist, hat indirekt mit Erasmus zu tun: Mit neu gewonnenen Freunden aus der Maastrichter Zeit war sie 1999 auf Griechenland-Urlaub, als ihr auf dem Tennisplatz ihr heutiger Mann, Rainer Newald, über den Weg lief, heute Geschäftsführer der PR-Agentur Serviceplan in Österreich. Danach suchte Trossero einen europäischen Job mit Sitz in Wien - und fand ihn bei der internationalen Organisation ICMPD, die sich mit Migration und Menschenhandel auseinander setzt.

Ohne die Maastrichter Aha-Erlebnisse wäre das alles nicht möglich gewesen, erinnerte sie sich: "Als der Rechtsprofessor mit seinem Assistenten als Krampus und Nikolaus verkleidet durch den Hörsaal ging und Waren aus ganz Europa verteilte, um die Freiheit des Warenverkehrs zu veranschaulichen, da konnte man Europa förmlich atmen.“ Die unorthodoxen Lehrmethoden kontrastierten wohltuend mit dem Auswendiglernen der Gesetzbücher, wie sie es von ihrer Heimatuni gewohnt war: "Danach wollte ich nichts anderes mehr, als in Europa tätig zu sein.“

Weil rund die Hälfte des ICMPD-Budgets von der EU kommt, hat die Austroitalienerin (derzeit in Karenz) viel mit der Kommission zu tun. "Da gibt es eine Unmenge Bürokratie zu bewältigen und Tausende Dinge abzustimmen“, stöhnt sie über Ineffizienzen. Doch am Großen und Ganzen würde sie niemals rütteln - aus der Staatsschuldenkrise, die ja auch ihr Heimatland Italien in die Schlagzeilen brachte, schlussfolgert sie, dass es dringender denn je ein koordiniertes europäisches Vorgehen braucht.

Therese Niss, 36


Bild: © trend/Ian Ehm

Die EU-Wahl, ist sie sich sicher, wird "ein ordentlicher Dämpfer, was die Wahlbeteiligung betrifft“. Das hänge damit zusammen, dass es in Österreich kaum eine qualifizierte öffentliche Diskussion über EU-Themen gibt. Wenn man in Österreich eine Straßenumfrage zur Bekanntheit des EVP-Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker, eines wahrhaft profilierten Europäers, mache, "würden wohl 17 von 20 Befragten sagen, dass sie ihn nicht kennen“, befürchtet sie.

Niss ist neben ihrer Funktion als Vorsitzende der Jungen Industrie - ihr Vater, Peter Mitterbauer, war Präsident der Industriellenvereinigung - auch Geschäftsführerin der Miba-Tochterfirma High Tech Coatings. Die oberösterreichische Miba-Gruppe, ein Spezialist für Gleitlager und Sinterformteile, erzielt 61 Prozent ihrer Umsätze in EU-Europa, nur sechs Prozent in Österreich. Daher beobachtet Niss das europäische Geschehen auch beruflich seit jeher mit erhöhter Aufmerksamkeit.

Ihr Erasmus-Jahr 1998 in Louvain-la-Neuve in der Nähe von Brüssel war eine Art Einstiegsdroge für spätere Bildungsaufenthalte im Ausland, etwa in Bologna und Barcelona. Seitdem hat sich viel getan, was für viele schon wieder zur Selbstverständlichkeit geworden ist: "Die gemeinsame Währung, die weggefallenen Transaktionskosten, die Reisefreiheit, das alles ist für uns ein Riesenvorteil“, wirbt sie: "Und nur ein gemeinsamer Wirtschaftsraum macht Europa stark.“

Die gewaltigen Ineffizienzen in der EU-Verwaltung erkennt die Unternehmerin natürlich mit freiem Auge, etwa den Wanderzirkus des EU-Parlaments, das ja zwischen Brüssel und Straßburg pendelt. Oder den gewaltigen Übersetzerapparat, den eine Union mit 24 Amtssprachen nach sich zieht. Es müsse Europa wohl erst so gehen wie Schweden, das Anfang der Neunzigerjahre schon am Rande des Abgrunds stand und dann mit einer klugen Reformpolitik wieder nach oben kam. "Der Leidensdruck ist offenbar noch nicht groß genug.“

Wikipedia: Weitere Informationen zum Erasmus-Programm

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