Eine Million Briten arbeiten in prekären Jobs

Eine Million Briten arbeiten in prekären Jobs

Eine am Montag vorgelegte Umfrage des britischen Berufsverbandes für Personalmanager (CIPD) unter mehr als 1000 Firmen ergab, dass eine Million Arbeitnehmer sogenannte Null-Stunden-Verträge haben.

In diesen ist nur der Stundenlohn festgelegt, nicht aber Arbeitszeit oder Monatseinkommen. Die Beschäftigten werden demnach nur bezahlt, wenn die Betriebe ihnen Arbeitseinsätze ermöglichen. Laut CIPD sind damit drei bis vier Prozent aller Erwerbstätigen von den unsicheren Jobs betroffen, die ein wichtiger Grund dafür sind, dass Großbritannien trotz einer hartnäckigen Wirtschaftsflaute eine vergleichsweise geringe Arbeitslosigkeit hat.

Das nationale Statistikamt war zuletzt von lediglich 250.000 Null-Stunden-Stellen ausgegangen. "Unsere Zahlen lassen darauf schließen, dass derartige Beschäftigungsverhältnisse weitaus stärker verbreitet sind als angenommen", sagte CIPD-Chef Peter Cheese. Gewerkschaften und die oppositionelle Labour-Partei kritisieren die Null-Stunden-Jobs, weil sie den Beschäftigten kaum Sicherheit bieten und zugleich eine extreme Flexibilität und kurzfristige Arbeitseinsätze erfordern. Gerade einmal gut die Hälfte der betroffenen Arbeitnehmer nehmen mit ihren Jobs immer ausreichend Geld ein, um sich einen einfachen Lebensstandard zu sichern, wie eine CIPD-Umfrage unter 148 Beschäftigten ergab. Fast ein Drittel gab an, dass dies nicht immer der Fall sei.

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