"E-Recruiting" sorgt bei Xing für Aufwind

"E-Recruiting" sorgt bei Xing für Aufwind

Der Gesamtumsatz von Xing stieg im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 20,9 Millionen Euro, wie die Tochter des Medienkonzerns Burda am Dienstag mitteilte. Besonders stark legte der Geschäftsbereich "E-Recruiting" zu, den Xing jüngst mit dem Zukauf des Arbeitgeberbewertungsportals Kununu gestärkt hatte.

Im ersten Vierteljahr hatte Xing seine Erlöse lediglich um elf Prozent gesteigert. Der Nettogewinn schoss im zweiten Quartal dank kostenpflichtiger Angebote um 30 Prozent auf 2,7 Millionen Euro in die Höhe. Xing hat knapp 13,5 Millionen Mitglieder, darunter 825.000 zahlende Nutzer höherwertiger Angebote.

Die Xing-Aktie war mit einem Plus von bis zu rund 14 Prozent größter Gewinner im Technologieindex TecDax. Mit einem Kurs von 63,95 Euro notierte der Titel so hoch wie seit November 2011 nicht mehr. "Die Zahlen sind sehr gut ausgefallen", kommentierten die Analysten von Close Brothers Seydler Bank. Bereits am Vortag hatten die Experten der Deutschen Bank die Titel zum Kauf empfohlen und das Kursziel auf 73 von 50 Euro deutlich angehoben. Commerzbank-Analystin Heike Pauls bekräftigte am Dienstag ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 60 Euro.

Das Unternehmen behauptet sich gut gegen die US-Konkurrenz. Während es dem einst größten deutschen Freundes-Netzwerk StudiVZ über Jahre nicht gelang, die Abwanderung seiner Mitglieder zu Facebook zu stoppen, hat Xing sich in seiner Nische gut eingerichtet. Für viele Berufstätige und Arbeitgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Hamburger Anbieter die Nummer eins. Das merkt auch der ebenfalls auf berufliche Kontakte ausgerichtete US-Rivale LinkedIn, der im deutschsprachigen Raum noch keine kritische Masse an Nutzern erreichen konnte. Marktführer Facebook hat weltweit rund 1,2 Milliarden Mitglieder.

Wichtiger Wachstumstreiber für Xing werde auch in den kommenden Quartalen das Geschäft mit Personalabteilungen und Personalberatungen sein, sagte Vorstandschef Thomas Vollmoeller. Seit September vergangenen Jahres bietet Xing ein Recherche- und Verwaltungsinstrument namens "Talentmanager" an, mit dem Firmen den Xing-Bestand an Lebensläufen durchforsten können. Seit dem Start dieses Angebots wurden mehr als 2000 Lizenzen verkauft.

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