Deutschland wehrt sich gegen Frauenquote

Deutschland wehrt sich gegen Frauenquote

Verpflichtender Anteil von Frauen in den Führungsetagen von Unternehmen wird von deutscher Bundesregierung offenbar abgelehnt - EU-Pläne kritisiert.

Die Bundesregierung will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe) die Einführung einer Frauenquote für Unternehmensführungen durch die Europäische Union (EU) verhindern. In einem gemeinsamen Brief von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Familienministerin Kristina Schröder (CDU), der dem Blatt vorliege, heiße es: "Eine rechtlich bindende Vorgabe der Europäischen Union für eine Quote sehen wir (...) nicht als den richtigen Weg an." Die Quote werde "weder den unterschiedlichen Ausgangsbedingungen in den EU-Mitgliedstaaten noch den branchenspezifischen Bedürfnissen der Unternehmen gerecht".

Der Brief ist an den britischen Wirtschaftsminister Vince Cable adressiert. Großbritannien bemüht sich der Zeitung zufolge unter Federführung von Cable seit längerem, die von der EU-Justizkommissarin Viviane Reding geplante Frauenquote zu verhindern. In ihrem Brief an den Briten schreiben die beiden deutschen Ministerinnen: "Wir begrüßen und unterstützen (...) ausdrücklich die Initiative Großbritanniens", gegenüber der Europäischen Kommission noch einmal die Gründe für die Ablehnung der Quote darzulegen.

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