Cleveres Lernen

Frontalunterricht war gestern, Vorlesung und Lernen per Internet ist heute. Was wie der Traum aller Schüler klingt, ist aber so einfach nicht.

Cleveres Lernen

Denn die Vorlesungen können zwar nach Belieben bequem daheim oder im Café konsumiert werden, die Aufgaben (früher: Hausarbeiten) werden nun jedoch im Gegenzug in der Klasse mit dem Lehrer gemacht und besprochen. Diese Umkehrung, das "Flipped-Classroom“-Prinzip, ist jedoch nur ein Konzept von vielen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Bildungssystem der neuen Arbeitswelt anzupassen.

Open Education

Nicht nur Schulen und die Kreativökonomie, auch die Universitäten haben das Internet - erstaunlich spät - als professionellen Vermittlungsweg für sich entdeckt. In Zeiten frei verfügbarer Information sind die Hochschulen nicht mehr die abgeschotteten Elfenbeintürme der allwissenden Eliten. Sie öffnen sich in vielerlei Hinsicht. Verstärkt in Richtung Wirtschaft, denn teure Studien und aufwendige, jahrelange Forschung müssen finanziert werden. Auch international sucht man die Öffentlichkeit. Projekte werden mittels Crowdsourcing finanziert und selbst wissenschaftliche Laien können Vorlesungen buchen und besuchen. Beliebtestes Studien-und Weiterbildungskonzept derzeit ist das "Blended Learning“ - Integriertes Lernen, auch als "Hybrides Lernen“ bezeichnet. Hier werden die Vorteile traditioneller Präsenzveranstaltungen, mit modernen Formen von E-Learning, wie Podcasts oder interaktiven Videolektionen, verknüpft.

Tsunami in Education

Als Initialzündung für Wissensplattformen im universitären Umfeld gilt eine Stanford-Vorlesung, die im Herbst 2011 ins Internet gestellt wurde. 160.000 Hörer folgten dem Vortrag des deutschen Professors Sebastian Thrun über künstliche Intelligenz, der, vom überraschenden Zuspruch beflügelt, daraufhin die digitale Vorlesungs-Plattform "Udacity“ gründete. Wenig später kamen "Cousera“ und "edX“ dazu. Diese boomenden "Open Online Courses“, werden von Professoren renommierter Unis wie Stanford, Princeton und Harvard bespielt, und sind kostenlos für jedermann verfügbar. Sie revolutionieren gerade die Hochschulwelt. Cousera hatte nach neun Monaten 1,7 Millionen eingetragene Hörer. Die traditionellen Universitäten werden sich anstrengen müssen, wollen sie nicht zu reinen Prüfungsinstituten verkommen. John L. Hennessy, Präsident der Universität Stanford, bezeichnete in seiner provokanten Keynote von 2012 diese Entwicklung vollmundig als "The Coming Tsunami in Education“.

E-Learning in Österreich

Während man an den Unis in Wien meist noch eher traditionellen Lehr- und Lernmethoden verhaftet ist, gilt die Johannes Kepler Universität in Linz, deren Kernkompetenzen in in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, den Rechtswissenschaften sowie in den Technik- und Naturwissenschaften liegen, als Pionier in Österreich in Sachen E-Learning. Studierende können aus zahlreichen Bachelor- und Masterstudiengängen wählen. Auch die Donau-Universität in Krems, Spezialist für Weiterbildung mit mehr als 6.000 Studierenden und 13.0000 Absolventen aus 80 Ländern, setzt verstärkt auf flexibles Learning. "Wir haben integriertes Lehren und Lernen in unseren Curricula festgeschrieben“, sagt Julia Juster, Lehrgangsleiterin der Donau Universität. "Außerdem spüren wir einen starken Trend zu reinen Fernlehrgängen- und Studien. Dabei beträgt die Präsenzzeit nur mehr rund zehn Prozent. Die Prüfungen werden online abgelegt, meist per, Multiple Choice‘. Ideal für berufsbegleitende Studien, denn der Arbeitgeber finanziert zwar oft die Weiterbildung, freie Tage werden aber selten gewährt.“ Apropos Kosten: Es gibt zahlreiche Finanzierungs- und Förderungsprogramme. Für die Bachelor- und Masterstudiengänge sind je nach Richtung rund 3.000 Euro zu bezahlen, für komplette MBA-Universitätslehrgänge mit internationaler Anerkennung ist mit minderstens 5.000 Euro zu rechnen.

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