Bewerbung: Die Must-Haves und die No-Gos

Bewerbung: Die Must-Haves und die No-Gos

Beim Bewerben ist sie ständiger Begleiter: Die Unsicherheit. Trifft mein Anschreiben den Nerv des Personalisten? Ist mein Lebenslauf gut und übersichtlich gestaltet? Schafft man es, seine Stärken auch vorteilhaft zu präsentieren? Und was erwarten Personalmanager überhaupt von den Unterlagen? Ein Perspektivenwechsel hilft, die Fragen zu beantworten.

Dass ein Bewerbungsprozess bei einem Unternehmen zu einem guten Stück immer ein Schuss ins Blaue ist, lässt sich nicht vermeiden. Man kann die Unsicherheit aber minimieren – oft schon durch einen gezielten Perspektivenwechsel: Was erwartet der Personalmanager von mir und meinen Unterlagen? Ist man sich dessen bewusst, fällt die Vorbereitung gleich um Vieles leichter.

Anschreiben und Lebenslauf sind mehr als der erste Kontakt zu einem Unternehmen. Richtig gemacht, können diese beiden PDF-Dokumente die Eintrittskarte zum Bewerbungsgespräch und möglicherweise auch zum neuen Job sein. Die Grundvoraussetzung dafür ist über alle Branchen und Anforderungen hinweg dieselbe: Das Bewerbungsschreiben muss funktionieren – sprich die „Zielgruppe“ treffen. Und das sind meist Personalverantwortliche, die pro ausgeschriebener Stelle oft Dutzende Bewerbungen am Tisch liegen haben. Für sie gilt es, binnen weniger Minuten erfassen zu können, ob jemand für einen Job infrage kommt oder eben nicht. Denn die Zeitbudgets sind begrenzt: Wie eine Online-Umfrage von karriere.at unter 148 Personalverantwortlichen ergab, wenden 48 Prozent der Empfänger nämlich weniger als 10 Minuten für das Sichten einer Bewerbung auf.

Die Must-Haves

Vollständigkeit

Unbedingt! Mindestanforderung sind Anschreiben und Lebenslauf, vielfach gehören Abschluss- und Dienstzeugnisse ebenfalls zum guten Ton. Ein Motivationsschreiben ist nicht immer zwingend nötig, wird aber in Inseraten oft gewünscht.

Übersichtlichkeit:
Wie oben erwähnt, tickt die Uhr. Das heißt, der Leser sollte sich schnell orientieren können, wo die für ihn wichtigen Dinge zu finden sind. Die wichtigste Infos für Personaler sind in der Regel: Ausbildungswege und berufliche Stationen – Kurz: Was hat der Kandidat wann wo gemacht?

All-In-Lebenslauf:
Es reichen die Basisinfos zu den jeweiligen Stellen und Ausbildungsstationen. Will jemand genauere Tätigkeitsbeschreibungen anfügen oder werden diese verlangt, kann man dafür eigene Seiten beilegen. Im Lebenslauf selbst haben detaillierte Infos zu den bisherigen Jobs jedoch wenig verloren.

Die No-Gos

Anschreiben ohne Charakter:
Anschreiben bzw. Motivationsschreiben, die kein bisschen auf die ausgeschriebene Stelle und den potenziellen Arbeitgeber eingehen, sind zwar nett – im Extremfall aber sogar kontraproduktiv.

Schlampigkeit:
Tippfehler sind menschlich, klar. Sie sollten aber in einer Bewerbung nicht vorkommen, signalisieren sie doch entweder, dass der Absender seine Probleme mit der Rechtschreibung hat oder dass Schlampigkeit für ihn dazugehört. Nicht nur Rechtschreibfehler können sich negativ auswirken: Öfter als gedacht werden Namen der Empfänger oder des Unternehmens falsch geschrieben.

Selfie-Verbot:
Beim Thema Lebenslauf-Foto gilt die Devise, dass man lieber keines verwendet, bevor man ein unprofessionelles Urlaubsfoto oder Selbstporträt verwendet (Kein Spaß, das kommt öfter vor, als man denkt!). Zwar dürfen Unternehmen nicht ausdrücklich auf ein Foto bestehen – erwartet wird dies in den meisten Fällen jedoch schon.

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