Bewerbung: Gehören Hobbys in den Lebenslauf?

Bewerbung: Gehören Hobbys in den Lebenslauf?

Fallschirmspringen ist Ihr Hobby? Nicht alle Chefs teilen Ihre Begeisterung.

Die Online-Plattform karriere.at hat Recruiter gefragt, ob Hobbys und Freizeitaktivitäten im Lebenslauf eines Bewerbers erwünscht sind – mit einem eindeutigen Ergebnis.

Fallschirmspringen, Wandern, Schachspielen und Briefmarken sammeln – die meisten Hobbys üben wir nicht der Karriere wegen aus, sondern weil wir persönliche Freude daran empfinden. Haben Freizeitaktivitäten daher überhaupt etwas im Lebenslauf eines Bewerbers verloren? Ja, sagt der Großteil von 135 Unternehmensvertretern, die von karriere.at befragt wurden: 42 Prozent der Befragten finden Hobbys im CV sympathisch, 40 Prozent halten derartige Angaben gar für „Pflicht“. Nur zwölf Prozent der Personalmanager und Führungskräfte sehen darin Platzhalter, und bloß sechs Prozent halten Angaben zu Freizeitaktivitäten für vollkommen unnötig.

Das deckt sich mit der Einstellung, die die Bewerber selbst zur Angabe von Hobbys im Lebenslauf haben: Von 630 befragten Arbeitnehmern ist knapp die Hälfte (47 Prozent) überzeugt, dass Hobbys einem Lebenslauf eine sympathische Note verleihen. Ein weiteres Viertel hält derartige Angaben für nötig, weil sie das Bild einer Person abrunden.

Welches Hobby schadet der Karriere?

Personalverantwortliche wünschen sich also, im Lebenslauf auch Persönliches über den Bewerber zu erfahren – denn das erleichtert im anschließenden Bewerbungsgespräch das Erfragen von Interessen und Qualifikationen. Zudem kann der Chef so abschätzen, was den neuen Mitarbeiter begeistert und ob er sich so in das bestehende Team einfügen kann. Spielt jemand etwa begeistert Fußball, so trifft sich dies gut, falls es im Unternehmen bereits eine Gruppe aus Kollegen gibt, die nach Feierabend gemeinsam kicken gehen. Doch welche Hobbys kommen im Lebenslauf gut an? Und welche schaden in Wahrheit den Chancen im Rennen um den Job?

Generell sollten sich Bewerber die Frage stellen, welches Bild sie mit ihrem Lebenslauf bei jemandem erzeugen, der sie nicht kennt, heißt es dazu in einem Blogbeitrag von karriere.at – im besten Fall rundet das angegebene Hobby die erwähnten fachlichen Qualifikationen ab. Schwierig wird es hingegen, wenn man auf Extremsportarten und gefährliche Hobbys steht; denn in diesem Fall könnten Chefs Sorgen haben, dass es zu einem Unfall und somit zu einem längeren Krankenstand kommt. Hilfreich für den Kandidaten ist hier zwar, dass die Angabe ungewöhnlicher oder riskanter Freizeitbeschäftigungen für ihn nicht zum Nachteil werden darf – von Vorteil ist es aber wohl oft auch nicht. Der Bewerber muss wohl somit selbst entscheiden, ob er derartige Hobbys angeben möchte. Und auch, ob er sich in eine Unternehmenskultur einordnen möchte, die nicht zu seinen wilden Outdoor-Aktivitäten passt.

Eines sollte aber auf jeden Fall unterlassen werden: Hobbys erfinden, die interessant klingen, zu denen man aber keinen Bezug hat. Denn es mag vielleicht im Lebenslauf intellektuell wirken, dass man sich für Barockmusik und moderne Kunst interessiert – Kenntnisse zu diesen Bereichen lassen sich in Bewerbungsgesprächen aber leicht nachprüfen. Und wer auf diese Art beim Flunkern ertappt wird, der hat sich das Vertrauen und somit die Chance auf den neuen Job rasch verspielt.

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