Bewerben, aber richtig: Fünf Tipps für den Lebenslauf

Bewerben, aber richtig: Fünf Tipps für den Lebenslauf
Bewerben, aber richtig: Fünf Tipps für den Lebenslauf

Lebenslauf: Die Fakten alleine sind nicht entscheidend.

Der Lebenslauf ist das Herzstück jeder Bewerbung. Er ist die Visitenkarte der Kandidaten und sollte daher die wichtigsten Informationen auf einen Blick, übersichtlich strukturiert und einfach lesbar anbieten. In der Praxis ist das allerdings nicht immer der Fall. Fünf Tipps, wie Sie Ihren Lebenslauf professionell gestalten.

Ein neuer Job ist immer auch eine neue Chance. Und das Bewerbungsschreiben und der Lebenslauf sind die Türöffner für diese Chance. Doch wie soll ein Lebenslauf gestaltet sein, damit er bei dem potenziellen Arbeitgeber auch Aufmerksamkeit erregt? Was sollte in einem Lebenslauf stehen und was sollte nicht darin enthalten sein?

Eine von Österreichs größtem Jobportal, karriere.at, unter Unternehmen und Personalmanagern durchgeführte Umfrage gibt Bewerbern wichtige Anhaltspunkte. Viele Bewerber scheiden demnach bereits dadurch aus, dass in ihren Lebensläufen relevante Informationen fehlen oder dass diese schlecht strukturiert und daher unübersichtlich sind.

Im Detail gaben 40 Prozent der befragten Personalisten, Unternehmer und Führungskräfte an, dass es am Inhalt des Lebenslaufs besonders oft mangelt und relevante Informationen oft fehlen. An fehlender Struktur und Unübersichtlichkeit scheitert ein knappes Drittel der Bewerber. Lücken in den Unterlagen verbauen einem Kandidaten laut 22 Prozent der Unternehmensvertreter den Weg zum Vorstellungsgespräch. Ist der Lebenslauf nicht aktuell, sagen sechs Prozent der Befragten “Leider nein".

Tipps zur Gestaltung von Lebensläufen

Dabei ist es im Prinzip gar nicht schwer, einen Lebenslauf ansprechend zu gestalten. Grundvoraussetzung ist die entsprechende Sorgfalt. Bewerber sollten immer daran denken, dass der Lebenslauf ihre persönliche Visitenkarte ist. Und daran, dass Personalentscheider oft kaum eine Minute Zeit haben, um einen Lebenslauf in einem ersten Durchlauf zu lesen. In diesen wenigen Sekunden sollen sie bereits einen positiven Eindruck gewinnen.

  • I. Design und Übersichtlichkeit: Der erste Eindruck zählt. Den Eindruck sollte man nicht mit fehlerhaften Unterlagen oder einem chaotischen Lebenslauf zerstören. Personalmanager müssen auf den ersten Blick erkennen: Was hat der Bewerber zu welchem Zeitpunkt in welcher Firma oder Ausbildungsstätte gemacht? Eine entsprechende Chronologie der beruflichen Stationen ist daher unabdingbar.
  • II. Gliederung: Eine übersichtliche Gliederung macht es den Personalverantwortlichen leichter, sich im Lebenslauf zurecht zu finden. Mögliche Kategorien können sein: Persönliche Daten, Ausbildung, Beruflicher Werdegang, Qualifikationen und Weiterbildungen, Interessen. Die Variante, seine Ausbildungs- und Arbeitsstätten chronologisch und beginnend mit der aktuellsten aufzulisten, hat sich in Österreich und Deutschland bereits etabliert. Die aktuelle Tätigkeit und letzte Ausbildung stehen bei dieser Variante immer an erster Stelle. Die Zeitpunkte werden im Format Monat/Jahr angegeben.
  • III. Inhalt: In einem Lebenslauf gehören auf jeden Fall:
  • Persönliche Daten: Vor- und Familienname, Geburtsdatum und -ort, Staatsbürgerschaft
  • Schulbildung: absolvierte Schulen inklusive Abschluss (Ort, Dauer und Abschlussdatum)
  • Hochschulen: besuchte Universität oder Fachhochschule, Thema der Abschlussarbeit, Informationen zur Abschlussprüfung, eventuell absolvierte Auslandssemester
  • Berufsausbildung: Art der Ausbildung, Ausbildungsbetrieb, Abschluss
  • Beruflicher Werdegang: Arbeitgeber und -ort, Art und Dauer der Tätigkeiten
  • Berufliche Weiterbildungen
  • Außerberufliche Aus- und Weiterbildung: Hier nur jene Ausbildungen angeben, die für das persönliche Kompetenzprofil oder die angestrebte Stelle relevant sind.
  • Kenntnisse und Fähigkeiten: Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse und andere Fähigkeiten finden hier ihren Platz.
  • Hobbys und Interessen: Gut überlegen, welche Freizeitaktivitäten man angeben möchte: Was zeichnet mich z.B. als Teamplayer aus oder zeigt, dass ich Durchsetzungsvermögen habe? Hobbys, die die persönliche Kompetenz und berufliche Ambitionen unterstreichen, darf man im Lebenslauf ruhig anführen.
  • IV. Lücken: Ein krankheitsbedingter Ausfall, abgebrochene Ausbildungen oder Zeiten der Arbeitslosigkeit sind zum Teil unvermeidbar, reißen aber unschöne Lücken in den Lebenslauf. Sie sind jedoch in der heutigen Zeit kein Problem mehr. Als Bewerber sollte man dazu stehen. Das Wort "Abbruch" sollte man aber nicht verwenden. Man gibt einfach nur den Zeitrahmen der Ausbildung an, auch, wenn man z.B. nur zwei Jahre studiert hat. Man lernt auch in dieser Zeit etwas. Nicht nur der formale Abschluss zählt.
  • V. Perspektivenwechsel: Zum Schluss sollten sich Bewerber in die Position des Personalentscheiders versetzen und ihren Lebenslauf nochmals auf Herz und Nieren prüfen. Sind die darin gebotenen Informationen schlüssig?

karriere.at bietet für Arbeitssuchende ein besonderes Service: Wer sich für den Online-Lebenslauf registriert, kann auf einen fertig formatierten Lebenslauf im PDF-Format zugreifen.

Karriere

Land der Berge, Land der IT-Experten: Österreich legt zu

Service

Gehalt: In diesen Branchen verdienen Sie am meisten

Karriere

Auf Jobsuche? Das sind die beliebtesten Branchen