Berufsunfaehigkeit – Das unterschätzte Risiko

Gegen das existenzbedrohende Risiko, den eigenen Beruf wegen Krankheit oder Unfalls nicht mehr ausüben zu können, ist nur jeder Zwanzigste erwerbstätige Österreicher versichert.

Berufsunfaehigkeit – Das unterschätzte Risiko

• Warum?

Krankheit oder Unfall werfen einen schnell aus der Bahn: Unternehmer, Gewerbetreibende, Freiberufler oder sogenannte Neue Selbständige unter 50, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können, haben nur dann einen Pensionsanspruch, wenn ihnen die Ausübung auch berufsfremder Tätigkeiten nicht zumutbar ist. Und: Eine Betriebsunterbrechungsversicherung füllt nicht die Lücke – sie gilt maximal für zwölf Monate.

• Wann & Wer?

Die Höhe der Prämie wird auf Basis von berufstypischen und individuellen Krankheitsbildern berechnet. Es gilt: Je früher der Abschluss, desto attraktiver die Prämien. So lassen sich Gesundheits- oder Berufsstand ohne spätere Nachkontrolle einfrieren. Langjährige Erfahrung haben Versicherer aus Deutschland, die neben der gängigen Absicherung ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit (BU) auch Tarifmodelle ab 25 Prozent anbieten. Die Konditionen variieren stark: Für eine monatliche BU-Rente von 1000 Euro werden bei Büroangestellten zwischen 641 und 1364 Euro Jahresprämie fällig. Selbst bei klar definierten Berufsgruppen wie Allgemeinmediziner oder Rechtsanwälten beträgt die Bandbreite noch 458 bis 889 Euro.

• Was ist zu beachten?

Das gewissenhafte Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens ist ein zu oft bagatellisiertes Thema: 25 Prozent der Leistungsfälle werden wegen falscher Angaben nicht ausgezahlt, weitere acht Prozent wegen arglistiger Täuschung. Ratsam ist, Prämienzuschläge hinzunehmen, die je nach Vorerkrankungen bei Abschluss bis zu 100 Prozent ausmachen können, sowie eine Rechtsschutzversicherung, um Streitigkeiten aussitzen zu können.

• Was ist unbedingt zu vermeiden?

Jedenfalls die sogenannte abstrakte Verweisbarkeit, sprich die Auszahlungsverweigerung aufgrund der Möglichkeit, auch einer berufsfremden Arbeit nachzugehen. Oder zu kurze Laufzeiten, die eine Rentenzahlung nicht bis zum Antritt der Regelpension sichern. Für die Beurteilung von Berufsunfähigkeitsprodukten ist profundes Fachwissen nötig, das sich wegen des noch jungen heimischen Angebots in Österreich erst wenige Berater angeeignet haben. Unabhängige Makler wie Verag Veselka-Mittendorfer-Warnik oder die EFM-Gruppe haben meist den besseren Überblick auch über ausländische Produkte und wissen, wo nachzuhaken ist. Man sollte sich vor allem deutsche Anbieter anschauen, weil dort die Berufsunfähigkeitsversicherung im Gegensatz zu Österreich weit vebreitet ist. Die Konditionen variieren je nach Beruf stark: siehe Angebotsvergleich .

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