"Will in die Champions League der europäischen Privatkliniken“

"Will in die Champions League der europäischen Privatkliniken“

FORMAT: Sie sind als Betreiber von vier Privatkliniken Marktführer in Österreich. Was hat sich in den letzten Jahren in Ihrem Betrieb verändert?

Julian Hadschieff: Wir verfügen über eine bessere technische Ausstattung und Infrastruktur, haben viel in die Sicherheit investiert und, was den Ablauf betrifft, Check-Listen wie in der Fliegerei eingeführt. Auch der Ärztestab vor Ort, der rund um die Uhr in den Kliniken ist, wurde vergrößert.

Am wichtigsten ist dem Patienten allerdings die ärztliche Behandlung. Wie können Sie die Qualität Ihrer Belegärzte sicherstellen?

Hadschieff: Wir wollen in diesem Bereich transparenter werden. Bevor wir mit einem Belegarzt einen Vertrag schließen, wollen wir wissen, worin er Spezialist ist, wie viele Operationen oder Behandlungen er bereits durchführte und welche Komplikationen schon vorgekommen sind. Das alles wird klar dokumentiert. Damit sind wir Vorreiter, das gibt es bisher in Österreich nicht.

Der Belegarzt, der zu Ihnen kommt, muss sich also auf Herz und Nieren überprüfen lassen?

Hadschieff: Das ist unser Ziel. Das ist unsere Herausforderung.

Reagieren Sie damit auf Patientenwünsche?

Hadschieff: Es geht in beide Richtungen. Mir war es für unsere Kliniken ein Anliegen. Aber es ist richtig, Patienten wollen mehr wissen als früher. Der Wettbewerb wird über die Qualität der Dienstleistung geführt, und zwar künftig in höherem Maße.

Die Ansprüche sind auch bei der Ausstattung gestiegen. Welche Pläne gibt es da?

Hadschieff: Wir beginnen 2014 mit einem Neubau der Confraternität in der Josefstadt, die zum Teil abgerissen wird. Dort entstehen ausschließlich Einzelzimmer, die stark nachgefragt sind. Insgesamt wollen wir etwa 50 Millionen Euro investieren.

Kann sich das rechnen?

Hadschieff: Schon jetzt gibt es starke Zuwächse, unabhängig von der Wirtschaftskrise, das macht uns sicher. Ich will in die Champions League der europäischen Privatkliniken aufsteigen. In Österreich sind wir führend, aber ich möchte, dass zwischen London, Genf, Zürich und Hamburg auch Wien als Topadresse genannt wird. Das ist mein Ziel. Wir wollen noch viel attraktiver für ausländische Patienten werden.

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