Studie: Wer zu viel arbeitet, trinkt oft zu viel Alkohol

Studie: Wer zu viel arbeitet, trinkt oft zu viel Alkohol

Wer viel arbeitet, konsumiert auch häufig viel Alkohol.

Je mehr Stunden man arbeitet, desto häufiger greift man zu Wein, Bier oder Schnaps. Das ist das Ergebnis einer internationalen Analyse von Studien zu Arbeitszeit und Alkoholmissbrauch.

Morgens ins Büro, spätabends wieder raus - und das ohne Mittagspause. Viele freuen sich nach der Arbeit auf das Feierabendbier. Denn dann kann man endlich abschalten, sich dem Privaten zuwenden und den Stress des Tages hinter sich lassen. Dass es Workaholics oft nicht bei einem Feierabendbier bleibt, zeigt jetzt eine große internationale Analyse, die in der Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlicht wurde.

Das Ergebnis der Wissenschaftler: Für Menschen, die längeren Arbeitszeiten ausgesetzt sind, bestehen auch höhere Chancen für Alkoholkonsum. Verglichen wurde ein Arbeitspensum von 35 bis 40 Stunden, 49 bis 54 Stunden und über 55 Stunden. Die Working Time Directive der Europäischen Union sieht für Arbeiter die Grenze bei 48 Stunden Arbeit pro Woche. Wer der Analyse zufolge mehr als 49 Stunden pro Woche arbeitet, neigen eher zu bedenklichem Alkoholkonsum. Bedenklich heißt: Mehr als 14 alkoholische Getränke pro Woche bei Frauen und mehr als 21 bei Männern. Als Getränk galt in der Untersuchung ein Bier, ein Glas Wein oder ein Schnaps.Denn ab dieser Menge Alkohol steigt nicht nur das Risiko für Herz- und Lebererkrankungen, Krebs und Schlaganfall, sondern auch das Risiko für Verkehrsunfälle, die Kosten für das Gesundheitssystem steigen und die Produktivität am Arbeitsplatz reduziert sich.

Keine Unterschiede bei Geschlecht, Alter oder sozioökonomischen Status

Für ihre groß angelegte Untersuchung haben die Wissenschaftler veröffentlichte Studien sowie unveröffentlichte Daten miteinander kombiniert, um dem Verhältnis von langen Arbeitstagen und dem Konsum von Alkohol auf die Spur zu kommen. Insgesamt wurden dabei 61 Studien mit 333.693 Teilnehmern aus 14 Ländern herangezogen. Dabei fanden die insgesamt 44 beteiligten Wissenschaftler auch heraus, dass es keine Unterschiede bei Geschlecht, Alter, sozioökonomischen Status und geographischer Herkunft gibt.

Bisher war zwar bekannt, dass lange Arbeitszeiten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafentzug, Arbeitsunfälle und psychische Gesundheitsprobleme erhöhen. Ebenso bestand seit langem der Verdacht, dass Menschen mit viel Arbeitspensum Alkohol als effektives Mittel gegen Stress und Ärger im Job sehen und als "smooth transition" - als sanften Übergang - vom Arbeits- in das Privatleben. Der Zusammenhang von langen Arbeitszeiten und bedenklichem Alkoholkonsum wurde allerdings bisher noch nicht systematisch evaluiert.

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